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Kultur · 22. Oktober 2026 · irishtimes.com

Stars und Nobelpreisträger solidarisieren sich mit Sally Rooney nach britischem Buchverbot – Empörung über Meinungsfreiheit

Die Schauspieler Paul Mescal, Daisy Edgar-Jones und Jessie Buckley schlossen sich gemeinsam mit nobelpreisgekrönten Autoren einem offenen Brief an, der erklärt: „Sally Rooney ist eine Schriftstellerin, keine Terroristin“ – nachdem ihr britischer Verlag ihre Bücher unter Berufung auf Antiterror-Gesetze aus dem Vertrieb genommen hatte.

Die irische Schriftstellerin Sally Rooney sah sich damit konfrontiert, dass ihr Verlag Faber & Faber ihre Bücher aus dem britischen Vertrieb zog, nachdem sie öffentlich erklärt hatte, ihre britischen Tantiemen an Palestine Action weiterzuleiten – eine Gruppe, die die britische Regierung im Juli 2025 als terroristische Organisation einstufte. Die Weiterleitung dieser Einnahmen an sie könnte den Verlag nach britischem Antiterror-Recht einem strafrechtlichen Risiko aussetzen.

Am 21. und 22. Oktober 2026 veröffentlichte der New Statesman einen offenen Brief, unterzeichnet von den Schauspielern Paul Mescal, Daisy Edgar-Jones und Jessie Buckley – den Stars der Fernsehadaption von „Normal People“ – sowie von den Musikern CMAT und Kneecap, mehreren nobelpreisgekrönten Autoren und Dutzenden weiteren Kulturschaffenden. Sie forderten, die Bücher wieder verfügbar zu machen. In dem Brief heißt es: „Sally Rooney ist eine Schriftstellerin, keine Terroristin. Ihre Bücher müssen der Öffentlichkeit zugänglich sein.“ Die Entscheidung des Verlags wurde darin als Berufung auf „unüberlegte und drakonische Antiterror-Gesetzgebung“ verurteilt.

Rooney selbst hatte zuvor in der Irish Times geschrieben: „Wenn mich das nach britischem Recht zur ‚Unterstützerin des Terrors‘ macht, dann sei es so.“ Die Geschichte erhielt am 22. Oktober internationale Berichterstattung als wegweisende Kontroverse zwischen Antiterror-Gesetzgebung und literarischer Meinungsfreiheit.

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