Joachim Triers „Sentimental Value“ gewinnt Filmpreis des Nordischen Rates – Norwegen räumt alle fünf Preise ab
Joachim Triers mit dem Grand Prix in Cannes und einem Oscar ausgezeichnetes Drama „Sentimental Value“ hat den Filmpreis des Nordischen Rates 2026 gewonnen – erstmals gehen in einem Jahr alle fünf Kulturpreise des Nordischen Rates an Norwegen.
Joachim Triers „Sentimental Value“ wurde mit dem Filmpreis des Nordischen Rates 2026 ausgezeichnet und erhält 300.000 dänische Kronen (rund 45.000 US-Dollar), die zu gleichen Teilen zwischen Regisseur und Co-Autor Trier, Co-Autor Eskil Vogt sowie den Produzentinnen Maria Ekerhovd und Andrea Berentsen Ottmar aufgeteilt werden. Die Jury bezeichnete den Film als Triers reifstes Werk und lobte seine Fähigkeit, eine Geschichte zu erzählen, die sich „sowohl persönlich als auch universell“ anfühle. Die Preisverleihung ist für den 27. Oktober in Kopenhagen vorgesehen.
Der Sieg krönt eine außergewöhnliche Erfolgsserie der norwegischen Produktion: Der Film feierte 2025 beim Filmfestival von Cannes Premiere, wo er den Grand Prix gewann, war für acht BAFTAs nominiert (und gewann als bester nicht-englischsprachiger Film), erhielt acht Oscar-Nominierungen und gewann als bester internationaler Film – und wurde mit weltweiten Einnahmen von 23,9 Millionen US-Dollar zum international erfolgreichsten norwegischen Film aller Zeiten. Norwegen blieb es dabei nicht beim Filmpreis: Das Land gewann 2026 alle fünf Kulturpreise des Nordischen Rates und räumte damit neben dem Filmpreis auch die Preise für Musik, Literatur, Kinder- und Jugendliteratur sowie Umwelt ab – ein Novum in der Geschichte der Auszeichnungen. Die Nachricht wurde am 26. Oktober, einen Tag vor der Preisverleihung, breit aufgegriffen.
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