„Snowy 2.0“: Kosten für Australiens Pumpspeicherprojekt explodieren auf 25 Milliarden Dollar – zwölfmal so viel wie geplant
Eine große unabhängige Prüfung ergab, dass Australiens Vorzeigeprojekt zur Energiespeicherung, Snowy 2.0, bis zu 25 Milliarden Dollar kosten könnte – etwa zwölfmal mehr als die ursprünglich veranschlagten 2 Milliarden Dollar –, zudem werden weitere Verzögerungen erwartet.
Eine umfassende unabhängige Überprüfung des australischen Pumpspeicherprojekts Snowy 2.0, die rund um den 23. Oktober 2026 veröffentlicht wurde, kam zu dem Schluss, dass die Gesamtkosten des Vorhabens auf bis zu 25 Milliarden Dollar steigen könnten – etwa zwölfmal so viel wie die bei der Ankündigung des Projekts veranschlagten 2 Milliarden Dollar.
Snowy 2.0 liegt in den Snowy Mountains im australischen Bundesstaat New South Wales und soll dem Stromnetz des Landes 2.000 Megawatt an Langzeit-Speicherkapazität hinzufügen, um die schwankende Einspeisung erneuerbarer Energien wie Wind- und Solarstrom auszugleichen. Dafür wird ein 27 Kilometer langer Tunnel durch das Gebirge gebohrt, der zwei bestehende Stauseen verbindet.
Die Prüfung stellte nicht nur massive Kostenüberschreitungen fest, sondern auch zusätzliche zeitliche Verzögerungen, die über die bereits bekannten hinausgehen. Mehrheitseigentümer des Projekts ist die australische Bundesregierung über das Unternehmen Snowy Hydro Limited.
Die Ankündigung verschärfte die politische Debatte über die Zukunftsfähigkeit großer öffentlicher Energieinfrastrukturprojekte und ihre Rolle beim Umbau Australiens zu einem kohlenstoffarmen Stromsystem. Kritiker sehen in der Kostenexplosion ein warnendes Beispiel für Regierungen weltweit, die sich auf teure Langzeit-Speicherprojekte einlassen, während Befürworter argumentieren, der strategische Wert der Speicherkapazität rechtfertige die höheren Kosten.
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