Laikas „Wildwood“ startet mit Bestnoten der Kritik – und der Angst vor einem Kassenflop
Travis Knights 100-Millionen-Dollar-Stop-Motion-Epos „Wildwood“ erhält 100 Prozent auf Rotten Tomatoes und den Rekord als längster Stop-Motion-Film aller Zeiten, doch die Prognosen sehen nur ein mageres Startwochenende von 6 bis 8 Millionen Dollar voraus.
Laika Studios’ „Wildwood“, unter der Regie von Travis Knight und seit dem 23. Oktober 2026 in den US-Kinos, wird von der Kritik gefeiert – mit 100 Prozent auf Rotten Tomatoes und 85 Punkten auf Metacritic – doch die kommerziellen Aussichten sind trübe.
Der Film basiert auf dem 2011 erschienenen Roman von Colin Meloy und Carson Ellis und erzählt die Geschichte eines Mädchens namens Prue, das sich in einen geheimnisvollen verwunschenen Wald wagt, um ihren entführten kleinen Bruder zu retten. Zur Synchronsprecherbesetzung gehören Carey Mulligan, Mahershala Ali, Awkwafina und Angela Bassett.
Mit 132 Minuten Laufzeit ist er der längste jemals produzierte Stop-Motion-Animationsfilm. Für die Produktion brauchte es 16 Jahre, 136 Kulissen und 231 handgefertigte Puppen.
Trotz seines künstlerischen Anspruchs und seiner Favoritenrolle für den Oscar als bester Animationsfilm wird für das US-Startwochenende nur mit 6 bis 8 Millionen Dollar gerechnet – bei einem Budget von über 100 Millionen Dollar. Damit zählt er zu den größten kommerziellen Enttäuschungen des Jahres.
Analysten nennen die Freigabe ab 13 Jahren (PG-13), die das Familienpublikum einschränkt, sowie die mangelnde Bekanntheit der literarischen Vorlage als entscheidende Gründe. Laika wird vom Vermögen des Nike-Mitgründers Phil Knight getragen und agiert seit langem eher als Herzensprojekt denn als gewinnorientiertes Studio – das finanzielle Defizit dürfte daher, so gravierend es wirkt, die Zukunft des Unternehmens kaum gefährden.



