UN-Welternährungsprogramm kürzt Gaza-Hilfe für 500.000 Menschen wegen Finanzkrise
Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) kürzt die Nahrungsmittelhilfe für 500.000 Palästinenser in Gaza und im Westjordanland wegen eines schweren Finanzierungsengpasses, der teilweise durch US-Kürzungen bei UN-Beiträgen verursacht wurde. Die Rationen für die weiterhin unterstützten Menschen werden halbiert, und die Zahl der täglichen warmen Mahlzeiten sinkt von 250.000 auf 150.000.
Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) gab am 19. Oktober 2026 bekannt, dass es die Nahrungsmittelhilfe für rund 500.000 Palästinenser aufgrund einer kritischen Finanzierungslücke kürzen werde. Im Gazastreifen wird die Organisation künftig 1,1 Millionen statt zuvor 1,6 Millionen Menschen unterstützen; im Westjordanland sinkt die Zahl von 400.000 auf 200.000.
Familien, die weiterhin Hilfe erhalten, bekommen künftig nur noch ein Lebensmittelpaket statt zwei, wodurch sich ihre Rationen faktisch halbieren. Die Zahl der täglich im Gazastreifen verteilten warmen Mahlzeiten sinkt von 250.000 auf 150.000.
Das WFP erklärte, seine Mittel seien stark zurückgegangen, unter anderem weil die Regierung von US-Präsident Donald Trump die US-Beiträge an UN-Organisationen drastisch gekürzt habe. Die Organisation gab an, dringend 450 Millionen US-Dollar zu benötigen, um von Oktober 2026 bis März 2027 kritische Einsätze im Gazastreifen und im Westjordanland aufrechtzuerhalten.
Das WFP wies darauf hin, dass es seit der im Oktober 2025 verkündeten Waffenruhe monatlich rund 1,6 Millionen Menschen erreicht habe und seine Nahrungsmittelhilfe in den vergangenen drei Jahren für bis zu 90 Prozent der Familien im Gazastreifen eine Lebensader gewesen sei.
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