Trump verweigert Ukraine nach Telefonat mit Putin Geheimdienstinformationen und Starshield-Zugang
Eine am 17. Oktober veröffentlichte Analyse zeigt, wie Washington nach einem zweistündigen Telefonat zwischen Trump und Putin den Austausch von Geheimdienstinformationen aussetzte und der Ukraine den Zugang zum Satellitensystem Starshield sperrte – während Russland seine Angriffe verstärkte und Kiew ungeschützt blieb.
Eine Analyse des irischen Senders RTÉ vom 17. Oktober beschreibt eine schwierige Woche für die Ukraine im Spannungsfeld zwischen Donald Trump und Wladimir Putin. Nachdem die Ukraine russische Ölraffinerien mit Langstreckenangriffen getroffen hatte, hielt Washington Geheimdienstinformationen über anfliegende Raketenangriffe zurück und sperrte den Zugang zum Satellitensystem Starshield. In den darauffolgenden zehn Tagen tötete Russland mehr als 150 Zivilisten – Teil eines im Jahresvergleich um 65 Prozent gestiegenen Ausmaßes an Luftangriffen (3.900 Angriffe im September).
Die Kehrtwende erfolgte nach einem zweistündigen, vom Kreml initiierten Telefonat, in dem Putin laut US-Regierungsvertretern Trump von seiner Drohung abbrachte, der Ukraine Tomahawk-Langstreckenraketen zu liefern. Beim EU-Gipfel in Brüssel am Vortag hatte Selenskyj „echte Führungspersönlichkeiten“ in Europa gelobt, während sich sein Verhältnis zu Trump zusehends verschlechterte.
Der ukrainische Finanzminister Serhij Martschenko warnte, Kiew benötige 2027 70 Milliarden Euro zur Finanzierung der Verteidigung, von denen 40 Milliarden Euro noch ungedeckt seien. Russland baue zudem Berichten zufolge auf ukrainischem Gebiet eine nicht verhandelbare „Sicherheitszone“ auf, die laut Putin kein Bestandteil künftiger Friedensgespräche sein werde.
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