Carrick kämpft nach Champions-League-Blamage um seinen Job bei Manchester United
Manchester-United-Trainer Michael Carrick hält am 23. Oktober eine Krisen-Pressekonferenz vor dem richtungsweisenden Premier-League-Spiel gegen Bournemouth ab – wenige Tage nach der 4:1-Pleite in der Champions League gegen Como und öffentlicher Kritik von Kapitän Bruno Fernandes am Trainerstab.
Manchester-United-Trainer Michael Carrick bestätigte am Freitag auf einer Pressekonferenz, dass er für den Premier-League-Auswärtsauftritt am Sonntag bei Bournemouth im Amt bleibt – allerdings nur knapp. Der Klub war am 21. Oktober mit einer katastrophalen 1:4-Niederlage in der Champions League bei Como untergegangen und verlängerte damit seine sieglose Serie auf sieben Spiele. United hat in dieser Saison erst einen einzigen Premier-League-Sieg geholt und steht auf Platz 13 der Tabelle.
Die Lage spitzte sich weiter zu, als Kapitän Bruno Fernandes nach seiner Auswechslung öffentlich die taktische Ausrichtung des Trainerstabs infrage stellte und sagte, die Mannschaft müsse unter Druck mutiger auftreten und passive Defensivstrukturen vermeiden. Der Klub prüft nun mögliche disziplinarische Maßnahmen gegen Fernandes. Zuvor hatte Verteidiger Lisandro Martínez bereits den Sportdirektor kritisiert, was die internen Spannungen weiter verschärfte.
Carrick räumte ein, dass die Leistung in Como nicht akzeptabel gewesen sei. Der frühere Bayern-München-Trainer Julian Nagelsmann gilt als Carricks Hauptkandidat als Nachfolger, auch Eddie Howe und Fabian Hürzeler werden gehandelt. Klubkreise bezeichneten die Teilnahme an der Pressekonferenz als normalen Vorgang, machten aber deutlich, dass alles andere als ein überzeugendes Ergebnis gegen Bournemouth Carricks Abschied noch vor der Länderspielpause besiegeln könnte.
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