UNESCO feiert dritten Internationalen Tag des immateriellen Kulturerbes
Gemeinschaften, Kultureinrichtungen und Regierungen weltweit veranstalteten am 17. Oktober 2026 Aktionen zum dritten Internationalen Tag des immateriellen Kulturerbes der UNESCO.
Der 17. Oktober 2026 wurde weltweit als Internationaler Tag des immateriellen Kulturerbes begangen – ein Datum, das auf der 42. Generalkonferenz der UNESCO im November 2023 ausgerufen wurde und nun zum dritten Mal gefeiert wird. Vertragsstaaten, Kultureinrichtungen, Gemeinschaften und Nichtregierungsorganisationen organisierten Veranstaltungen, die lebendiges Erbe sichtbar machten: mündliche Überlieferungen, darstellende Künste, Rituale, Feste, Naturwissen und traditionelles Handwerk. Die UNESCO rief dazu auf, mit solchen Veranstaltungen die Vielfalt der Praktiken hervorzuheben, die derzeit auf ihren Listen zur Bewahrung des Kulturerbes verzeichnet sind.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt eine Initiative in Indien: Die Behindertenrechtsorganisation Svayam setzte dort gemeinsam mit den Vereinten Nationen in Indien und der UNESCO – bereits im zweiten Jahr – ihr Programm „Accessible Durga Puja“ fort und weitete es auf Festzelte (Pandals) in der Region Delhi NCR aus. Dabei wurden Grundsätze des UNESCO-Übereinkommens von 2003 zur Bewahrung des immateriellen Kulturerbes angewandt, indem Menschen mit Behinderungen gezielt in die Festräume einbezogen wurden.
In Meinungsbeiträgen – darunter ein vielbeachteter Artikel in der Zeitung „The National“ (VAE) aus der Feder der Kultur- und Kunstleitung der New York University Abu Dhabi (NYUAD) – wurde argumentiert, Kulturerbe sei „nicht in der Vergangenheit erstarrt, sondern werde in Echtzeit neu erfunden“. Rumänische und andere nationale Medien verwiesen zudem darauf, welche ihrer eingetragenen Traditionen unter den UNESCO-Listen geschützt sind, was dem Gedenktag eine breite internationale Resonanz verschaffte.




