Nasdaq verzeichnet stärksten Einbruch seit Juni wegen Sorgen über KI-Ausgaben bei Tech-Aktien
Der Nasdaq fiel am 23. Oktober um 2,6 % – sein schlechtester Tag seit Juni – nachdem Meta seine Prognose für KI-Investitionen auf bis zu 145 Milliarden US-Dollar angehoben hatte, was Anleger befürchten lässt, dass die enormen Ausgaben für Rechenzentren sich nie auszahlen werden.
US-Technologieaktien erlebten am Donnerstag, dem 23. Oktober 2026, einen breiten und heftigen Ausverkauf, nachdem Zweifel an der Nachhaltigkeit der extrem hohen Ausgaben für künstliche Intelligenz die Anleger verunsichert hatten. Der Nasdaq Composite brach um 2,6 % ein – sein stärkster Tagesverlust seit dem 5. Juni – und lag damit 5,8 % unter seinem am 6. Oktober erreichten Allzeithoch. Der S&P 500 gab um 1,2 % nach. Auslöser war der jüngste Quartalsbericht von Meta, in dem der Konzern seine geplanten Investitionsausgaben für das Jahr auf 135 bis 145 Milliarden US-Dollar anhob, während der Nettogewinn die Erwartungen verfehlte. Die Meta-Aktie verlor fast 7 %. Der Ausverkauf erfasste den gesamten Technologiesektor: Intel und Advanced Micro Devices gaben jeweils rund 8 % ab, Amazon fiel um 4,6 %, Nvidia um 4,4 %, Broadcom um 4,3 %, Tesla und Alphabet jeweils um 3,1 % und Microsoft um 2,2 %. Apple stemmte sich gegen den Trend und legte um 1,2 % zu. Gleichzeitig schossen die Ölpreise nach oben: Die Sorte Brent stieg um 4 % auf über 114,20 US-Dollar pro Barrel, was die Kostensorgen zusätzlich verschärfte. Im asiatischen Handel am 24. Oktober schloss der japanische Nikkei 225 um 0,3 % niedriger, während der Hongkonger Hang Seng um 0,7 % zulegte. Laut Gartner sollen die weltweiten KI-Investitionen 2026 auf 2,7 Billionen US-Dollar und 2027 auf 3,6 Billionen US-Dollar steigen, doch Anleger fragen sich zunehmend, wann sich diese Ausgaben auszahlen werden.
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