Novartis-Herzmedikament Pelacarsen scheitert in Zulassungsstudie – Zweifel an Lp(a) als Therapieziel
Von KI aus dem Bericht von finance.yahoo.com geschrieben. Von keinem Menschen geprüft.
Novartis' experimentelles Medikament Pelacarsen senkte in einer Phase-3-Studie mit 8.323 Patienten die Lp(a)-Werte, verringerte jedoch nicht die Rate an Herzinfarkten, Schlaganfällen oder kardiovaskulären Todesfällen – was auch Zweifel an ähnlichen Wirkstoffen von Amgen und Eli Lilly aufkommen lässt.
Novartis gab am vergangenen Donnerstag bekannt, dass Pelacarsen, das gemeinsam mit Ionis Pharmaceuticals entwickelte experimentelle Herz-Kreislauf-Medikament, die entscheidende Phase-3-Studie Lp(a)HORIZON nicht bestanden hat.
Die Studie umfasste 8.323 Patienten mit erhöhtem Lipoprotein(a) – einem erblichen kardiovaskulären Risikofaktor, von dem weltweit etwa jeder fünfte Mensch betroffen ist – die zudem bereits an einer manifesten Herz-Kreislauf-Erkrankung litten.
Obwohl Pelacarsen die Lp(a)-Werte der Teilnehmer zusätzlich zur Standardbehandlung erfolgreich senkte, erreichte es den primären Studienendpunkt nicht: einen zusammengesetzten Endpunkt aus kardiovaskulärem Tod, nicht tödlichem Herzinfarkt, nicht tödlichem Schlaganfall und dringender koronarer Revaskularisation mit Krankenhausaufenthalt im Vergleich zu Placebo.
Die vollständigen Studiendaten sollen auf einem anstehenden medizinischen Kongress vorgestellt werden. Analysten von Citi erklärten, weitere Daten seien nötig, um zu klären, ob das Scheitern auf den spezifischen Wirkmechanismus von Pelacarsen, das Studiendesign oder eine grundsätzlichere Herausforderung der Hypothese zurückzuführen sei, dass eine Senkung von Lp(a) harte kardiovaskuläre Endpunkte reduziert.
Das Ergebnis weckte zudem Zweifel an konkurrierenden Lp(a)-Wirkstoffen, die bei Amgen und Eli Lilly in der Entwicklung sind: Die Amgen-Aktie fiel nach der Ankündigung im nachbörslichen Handel um rund 5 Prozent, während die Novartis-Aktie am Montag um 3 Prozent nachgab.
Der Rückschlag ist für Novartis bereits der zweite schwerwiegende Fehlschlag einer Studie im Spätstadium binnen wenigen Tagen, nachdem zuvor del-desiran, ein experimentelles Mittel gegen myotone Dystrophie Typ 1, gescheitert war – ein zusätzlicher Druck für den Schweizer Pharmakonzern, der in den kommenden Jahren mit erheblichen Patentabläufen konfrontiert ist.



