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Politik · 23. Oktober 2026 · haaretz.com

Israel wählt in vier Tagen: Netanyahu wirbt mit dem Sieg über den Iran

Vier Tage vor der israelischen Parlamentswahl am 27. Oktober wirbt Premierminister Benjamin Netanyahu mit dem Versprechen, das iranische Regime zu stürzen – während Umfragen sein rechtes Lager nur knapp an der Mehrheitsschwelle sehen.

Die israelische Parlamentswahl, die für den 27. Oktober 2026 angesetzt ist, steht nun vier Tage bevor, und Premierminister Benjamin Netanyahu macht das zentrale Argument seines Wahlkampfs deutlich: Nur er könne die Aufgabe vollenden, die regionale Macht des Iran zu zerschlagen und letztlich die Islamische Republik zu stürzen.

Die Wahl wird weitgehend als Referendum über Netanyahus Führung während drei Kriegsjahren gewertet, die auf den Hamas-Angriff vom Oktober 2023 folgten, bei dem rund 1.200 Israelis getötet wurden. Netanyahus Likud-Partei und ihr rechtes Koalitionslager liegen in Umfragen bei oder knapp über der Schwelle von 61 Sitzen, die für eine Mehrheit in der 120 Sitze umfassenden Knesset nötig ist – das Rennen ist damit außergewöhnlich knapp.

Am 23. Oktober veröffentlichte Haaretz eine Analyse, die davor warnte, dass der Wahlausgang selbst Netanyahu zu einer neuen Konfrontation mit dem Iran treiben könnte: Ein knappes oder unklares Ergebnis könnte ihn dazu bewegen, eine militärische Eskalation zu nutzen, um in der Zeit nach der Wahl politischen Rückhalt zu festigen. Der Artikel merkte an, dass sowohl der israelische Militärgeheimdienst als auch der Mossad davor gewarnt hätten, dass Iran und seine Verbündeten Wege erwägten, die Abstimmung zu beeinflussen.

US-Präsident Donald Trump hat sich öffentlich hinter Netanyahus Wahlkampf gestellt und damit dessen Glaubwürdigkeit bei Wählern gestärkt, denen das Bündnis mit den USA wichtig ist. Die Wahl findet inmitten einer sich verstärkenden amerikanisch-israelischen Militärplanung für Schläge gegen den Iran nach den US-Zwischenwahlen statt, was die Debatte im Wahlkampf darüber, was in der Woche nach der Abstimmung geschieht, zusätzlich angeheizt hat.

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