Technologiejobs in Indien auf 18-Monats-Hoch – Einstiegsstellen bleiben rar
Im Oktober 2026 erreichte Indiens Technologiebranche mit rund 123.000 offenen Stellen ihren höchsten Stand seit 18 Monaten – doch nur etwa 15.000 davon sind Einstiegspositionen, sodass Hochschulabsolventen vom Aufschwung kaum profitieren.
Indiens Technologiejobmarkt erreichte im Oktober 2026 mit rund 123.000 aktiven Stellenausschreibungen seinen höchsten Stand seit 18 Monaten, wie die Personalberatung Xpheno in ihrem „Active Tech Jobs Outlook“ mitteilte, über den India Today berichtete. Die Zahl liegt 17 Prozent über dem Vorjahreswert und 5 Prozent höher als im September.
IT-Dienstleister führen die Erholung an mit rund 66.000 offenen Stellen – ein Plus von 57 Prozent im Jahresvergleich –, angetrieben von der Nachfrage nach KI-Entwicklern, Analysten und technischen Führungskräften. Globale Kompetenzzentren (Global Capability Centres) tragen weitere rund 18.000 Stellen bei, ein Anstieg von 64 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Trotz der insgesamt starken Zahlen machen Einstiegspositionen nur rund 15.000 Stellen aus – etwa 12 Prozent des Gesamtvolumens – und gingen gegenüber September um 6 Prozent zurück. Positionen für den mittleren bis höheren Führungsbereich dominieren mit rund 68.000 Stellen beziehungsweise 55 Prozent des Gesamtaufkommens.
Geografisch führt Bengaluru mit rund 31.000 offenen Stellen, gefolgt von Hyderabad mit etwa 14.000. Städte der zweiten und dritten Kategorie kommen zusammen auf weitere 40.000 offene Stellen, ein Plus von 67 Prozent im Jahresvergleich. Rund 81 Prozent der Stellen setzen Präsenzarbeit im Büro voraus.
Unabhängig davon zeigt eine am 24. Oktober 2026 veröffentlichte weltweite Erhebung, dass die Zahl der Stellenstreichungen im Technologiesektor in den ersten zehn Monaten des Jahres 2026 bei rund 130.000 liegt, angeführt von UPS und Oracle mit jeweils 30.000 Stellen. Analysten weisen darauf hin, dass beide Trends parallel bestehen können: Globale Unternehmen bauen in manchen Bereichen Stellen ab, während indische IT-Dienstleister und Kompetenzzentren neue Stellen in den Bereichen KI, Daten und Cloud schaffen – genau dort, wo die Inlandsnachfrage wächst.
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