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Politik · 3. November 2026 · aljazeera.com

Polens Verfassungskrise verschärft sich: Präsident beruft nach Suspendierung des Gerichtschefs Krisengespräche ein

Von KI aus dem Bericht von aljazeera.com geschrieben. Von keinem Menschen geprüft.

Polens politischer Machtkampf um das Verfassungsgericht hat sich zugespitzt, nachdem die Regierung am Freitag den Tribunalspräsidenten Bogdan Święczkowski suspendierte. Präsident Karol Nawrocki rief daraufhin für Samstag dringende Beratungen im Präsidentenpalast ein.

Polens Verfassungskrise hat sich verschärft, nachdem die Regierung von Ministerpräsident Donald Tusk am Freitag Bogdan Święczkowski, den Präsidenten des Verfassungsgerichts, suspendierte. Die Regierung begründete den Schritt damit, dass seine Absetzung notwendig sei, um die Rechtsstaatlichkeit nach Jahren der Aushöhlung unter der rechten Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) wiederherzustellen. Święczkowski, der während der PiS-Regierungszeit von 2015 bis 2023 ernannt worden war, wurde beschuldigt, seine Position genutzt zu haben, um das Parlament daran zu hindern, neue Richter einzusetzen.

Präsident Karol Nawrocki reagierte, indem er für Samstag „dringende“ Beratungen im Präsidentenpalast einberief, und warnte, die Suspendierung stelle eine „Bedrohung für Polens innere Sicherheit“ dar. Vertreter nationalistischer, rechtsextremer und einiger Regierungskoalitionsparteien nahmen teil, doch Tusks eigene zentristische Bürgerkoalition blieb den Gesprächen fern. Bis Samstagnachmittag hatte sich kein Durchbruch abgezeichnet.

In einer Rede am Abend warf Tusk konservativ-nationalistischen Oppositionsvertretern vor, „Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zerstören“ zu wollen, und bezeichnete die Absetzung Święczkowskis als „schmerzhaften“, aber unvermeidlichen Schritt. Der offizielle X-Account des Gerichts hatte das Vorgehen der Regierung bereits zuvor als „Staatsstreich“ bezeichnet, während PiS-Anhänger seit Wochen vor dem Gebäude des Tribunals für die dem Gericht nahestehenden Richter der Partei protestierten.

Ein zentrales Anliegen von Tusks proeuropäischer Koalition war, dass PiS-nahe Richter wiederholt polnisches Recht über EU-Recht gestellt hatten. Nawrocki, selbst eine Figur des rechten Lagers, hat unter seiner Amtsführung ebenfalls neue Richterernennungen blockiert.

Die Krise löste internationale Reaktionen aus: Die Europäische Kommission forderte Nawrocki auf, die Ernennung neuer Richter zu akzeptieren, während der US-Botschafter Tom Rose alle Seiten zur Zurückhaltung aufrief und warnte, „das Letzte, was Polen braucht, ist eine Konfrontation, die sich zu etwas weitaus Schlimmerem auswächst“.

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