„Familienfoto“ des G20-Treffens nach Boykott-Drohung gegen Russlands Lawrow abgesagt
Von KI aus dem Bericht von cnn.com geschrieben. Von keinem Menschen geprüft.
Das traditionelle Gruppenfoto beim Treffen der G20-Außenminister in Atlanta wurde abgesagt, nachdem mehr als ein Drittel der anwesenden Vertreter gedroht hatte, die Veranstaltung zu verlassen, anstatt sich neben Russlands Außenminister Sergej Lawrow fotografieren zu lassen.
Das Treffen der G20-Außenminister in Atlanta begann am Freitag ohne das übliche „Familienfoto“, nachdem mehr als ein Drittel der teilnehmenden Vertreter gedroht hatte, die Veranstaltung zu verlassen, anstatt neben dem russischen Außenminister Sergej Lawrow fotografiert zu werden.
US-Außenminister Marco Rubio – der kurz erwogen hatte, zwei getrennte Fotos aufnehmen zu lassen, eines mit und eines ohne Lawrow – sagte die Tradition schließlich ganz ab. Ein US-Vertreter erklärte, Rubio habe so gehandelt, weil der Streit drohte, die inhaltliche Agenda in den Hintergrund zu drängen. „Anstatt zuzulassen, dass ein zeremonieller Fototermin zu einer diplomatischen Ablenkung wird, haben die Vereinigten Staaten entschieden, auf das Foto zu verzichten“, so ein Vertreter.
Lawrow tat den Vorfall bei einer Pressekonferenz am Freitag ab: „Wenn ihnen vor allem wichtig ist, wie sie auf dem Familienfoto aussehen und neben wem sie stehen, dann sagt das schon alles.“ Er erklärte zudem, er und Rubio hätten sich kurz getroffen und ein „recht gutes Gespräch“ geführt.
Der Streit um das Foto spiegelte die allgemeinen Spannungen bei dem Treffen wider. Der britische Außenminister Ed Miliband wandte sich direkt an Lawrow und sagte, Russland sei der Aggressor im Krieg gegen die Ukraine; er verwies auf einen Drohnenangriff auf die Eisenbahn in Dnipro am Vortag, bei dem 15 Menschen getötet worden waren. Der deutsche Außenminister Johann Wadephul versuchte, Differenzen zwischen den USA und Europa herunterzuspielen, und bezeichnete Rubio als „einen verlässlichen Partner“, wobei beide Seiten „vom selben Blatt lesen“ würden.
Das Treffen soll voraussichtlich mit einer Erklärung des Vorsitzes statt mit einem gemeinsamen Kommuniqué enden. Der polnische Außenminister Radosław Sikorski merkte an, es sei „sehr schwierig, eine gemeinsame Linie zu vereinbaren“, wenn Parteien laufender Kriege am selben Tisch säßen.
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