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Berlin · 24. Oktober 2026 · berliner-zeitung.de

Emirates setzt Berlin-Pläne für den BER wegen strittiger Vertragsformulierung aus

Emirates-Chef Tim Clark kündigte an, dass die Fluggesellschaft trotz eines im September erzielten Abkommens, das den BER nach mehr als zwei Jahrzehnten Lobbyarbeit für den Golf-Carrier öffnet, vorerst nicht nach Berlin fliegen werde – weil beide Seiten zentrale Passagen des Abkommens unterschiedlich auslegen.

Nach mehr als 20 Jahren des Werbens um einen Zugang zu Berlin schien Emirates im September einen Durchbruch erzielt zu haben, als Deutschland und die Vereinigten Arabischen Emirate ihr bilaterales Luftverkehrsabkommen änderten. Die Freude währte jedoch nur kurz. Am Mittwoch erklärte Emirates-Chef Tim Clark vor Teilnehmern der Luftfahrtkonferenz World Routes in Frankfurt am Main, dass die Fluggesellschaft vorerst nicht nach Berlin fliegen werde. Das Handelsblatt berichtete am Donnerstag über seine Aussagen.

Clark sagte, das Problem liege in der unterschiedlichen Lesart des Abkommens: Beide Seiten würden bestimmte Passagen der im September geschlossenen Vereinbarung unterschiedlich interpretieren. Bevor Emirates eine Verbindung nach Berlin aufnehme, müsse geklärt werden, ob der Geist des Abkommens und seine Übersetzung korrekt seien, so Clark. Ein Insider, der in dem Bericht zitiert wird, bezeichnete die Formulierung des Abkommens als schlampig – eine Einschätzung, die Beobachter der Branche bereits zuvor geäußert hatten.

Der BER hatte gehofft, dass die lang ersehnte Emirates-Verbindung seine Attraktivität für Langstreckenflüge stärken würde. Vorerst bleibt diese Aussicht auf Eis, bis beide Seiten ihre Differenzen über die genaue Bedeutung des Abkommens ausräumen.

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