Indien streicht 130 Millionen Namen von Wählerlisten – größte Entrechtung seiner Geschichte
Indiens Wahlkommission hat bei einer landesweiten Überprüfung schätzungsweise 130 Millionen Namen von den nationalen Wählerlisten gestrichen – ein Vorgang, der Proteste und eine politische Krise ausgelöst hat und von Kritikern als größter Schlag gegen die Integrität von Wahlen in der mehr als siebzigjährigen demokratischen Geschichte des Landes bezeichnet wird.
Indien befindet sich in einer politischen Krise, nachdem rund 130 Millionen Namen von den nationalen Wählerlisten gestrichen wurden – nach Einschätzung von Analysten die zahlenmäßig größte Entrechtung in der mehr als siebzig Jahre langen Geschichte des Landes als Republik.
Die Überprüfung begann im vergangenen Sommer in einem Bundesstaat, bevor sie auf das ganze Land ausgeweitet wurde.
Die regierende Bharatiya Janata Party (BJP) verteidigte die Streichungen und erklärte, die betroffenen Namen hätten Verstorbenen, doppelten Einträgen, umgezogenen Personen oder nicht mehr auffindbaren Wählern gehört.
Der angesehene Wahlexperte und BJP-Kritiker Yogendra Yadav widersprach dem und bezeichnete Ausmaß und Tempo der Aktion als beispiellos und als schwere Beschädigung der demokratischen Integrität.
Am 12. Oktober 2026 versammelten sich Tausende Demonstranten in Neu-Delhi, und die Proteste breiteten sich auf weitere Städte aus.
Ehemalige hochrangige Beamte der Wahlkommission und unabhängige Analysten erklärten, die Streichungen seien der schwerste Schlag gegen Indiens gerühmtes Wahlsystem seit der Unabhängigkeit.
Kritiker werfen den Verantwortlichen vor, die Aktion habe überproportional Wahlkreise getroffen, die traditionell gegen die BJP gestimmt haben, und die Oppositionsparteien fordern vor den anstehenden Landtagswahlen eine gerichtliche Dringlichkeitsprüfung.
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