Netflix streicht 1.000 Stellen – größte Entlassungswelle seit Jahren
Netflix streicht rund 1.000 Stellen – etwa 6 Prozent der weltweiten Belegschaft – und damit so viele wie seit vier Jahren nicht mehr, während der Wettbewerb im Streaming-Geschäft zunimmt und das Wachstum nachlässt.
Netflix-Co-Chefs Ted Sarandos und Greg Peters teilten den Beschäftigten am 14. Oktober mit, dass der Konzern rund 1.000 Stellen abbauen werde – etwa 6 Prozent der weltweit 16.000 Mitarbeiter. Es ist die größte Entlassungswelle des Streaming-Dienstes seit vier Jahren. Am stärksten betroffen sind die Bereiche Produkt, Technologie, Recht und Personalwesen.
In dem internen Memo schrieben die beiden Co-CEOs, die Mission des Unternehmens, die Welt zu unterhalten, sei ambitioniert und ihre Umsetzung erfordere Disziplin bei der Entscheidung, wo man Personal und Ressourcen priorisiere.
Die Nachricht bestimmte am 15. Oktober die Wirtschaftsberichterstattung, da sie die Sorgen von Investoren über das nachlassende Wachstum bei den Abonnentenzahlen, steigende Ausgaben für Inhalte und KI-Infrastruktur sowie den wachsenden Wettbewerb um die Aufmerksamkeit der Nutzer bestätigte. Die Kürzungen folgen zudem auf eine Niederlage von Netflix in einem monatelangen Bieterkampf um das Studio- und Streaming-Geschäft von Warner Bros. Discovery, das Anfang 2026 an Paramount Skydance ging.
Die Netflix-Aktie schloss am Mittwoch bei 70,29 US-Dollar, ein Tagesminus von 0,2 Prozent und ein Jahresverlust von rund 25 Prozent. Analysten sehen in dem Stellenabbau einen deutlichen kulturellen Wandel bei einem Unternehmen, das lange für schlanke Teams und hohe Produktivität pro Kopf bekannt war, und werten ihn als Zeichen für weitere Umstrukturierungen in Hollywood.
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