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Wirtschaft · 15. Oktober 2026 · cnbc.com

IWF-Weltbank-Tagung in Bangkok: Widerstandsfähigkeit der Weltwirtschaft an ihren Grenzen – Schulden und KI im Fokus

Bei der Jahrestagung von IWF und Weltbank in Bangkok hat der Fonds seine Wachstumsprognose für 2026 bei 3,1 Prozent belassen, warnt aber, dass Schulden, Energiekosten und ungleich verteilte KI-Gewinne die Widerstandsfähigkeit der Weltwirtschaft strapazieren.

Die Jahrestagung 2026 von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank, die vom 12. bis 18. Oktober in Bangkok stattfindet, erreichte am 15. Oktober ihre Wochenmitte: Minister, Notenbanker und Investoren diskutierten einen vorsichtig optimistischen „World Economic Outlook“. Der IWF rechnet für 2026 mit einem globalen Wachstum von 3,1 Prozent und für 2027 mit 3,4 Prozent – etwas mehr, als befürchtet worden war. Die Weltwirtschaft habe sich angesichts eines langwierigen Konflikts und hoher Energiepreise bislang unerwartet widerstandsfähig gezeigt, hieß es.

Der Chefvolkswirt und ranghohe Vertreter des Fonds warnten jedoch, das Bild werde zunehmend ungleichmäßiger: Länder, die vom KI-getriebenen Investitionsboom profitieren oder von günstigen Terms of Trade begünstigt sind, stehen vergleichsweise gut da, während viele energieimportierende und einkommensschwache Volkswirtschaften mit einem deutlich schwierigeren Umfeld zu kämpfen haben.

Die Gesamtinflation werde in diesem Jahr voraussichtlich im Schnitt 4,7 Prozent betragen, getrieben von Energie- und Lebensmittelpreisen. Der IWF wies zudem darauf hin, dass die Staatsverschuldung weltweit nahe an Rekordständen liegt und Regierungen damit kaum Spielraum bleibt, um auf neue Schocks zu reagieren.

Begleitveranstaltungen in Bangkok widmeten sich den Auswirkungen Künstlicher Intelligenz auf Arbeitsplätze und Produktivität, der Klimafinanzierung für Schwellenländer sowie der Reform multilateraler Kreditgeber.

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