Persook
Politik · 29. Oktober 2026 · france24.com

UN-Unterstützung für Beendigung des US-Embargos gegen Kuba sinkt auf niedrigsten Stand seit 20 Jahren

Die UN-Generalversammlung verurteilte das US-Embargo gegen Kuba im 34. Jahr in Folge mit 130 zu 17 Stimmen, doch die Zustimmung brach gegenüber den 165 Stimmen des Vorjahres ein – die schwächste Unterstützung seit zwei Jahrzehnten – nachdem die USA eine diplomatische Druckkampagne geführt hatten.

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen stimmte am 28. Oktober 2026 zum 34. Mal in Folge dafür, ein Ende des Wirtschafts-, Handels- und Finanzembargos der Vereinigten Staaten gegen Kuba zu fordern. Die Resolution wurde mit 130 Stimmen dafür, 17 dagegen und 25 Enthaltungen angenommen, 21 Länder waren nicht anwesend. Das Ergebnis bedeutet einen dramatischen Rückgang gegenüber der Abstimmung von 2025, bei der es 165 Ja-Stimmen, sieben Gegenstimmen und 12 Enthaltungen gegeben hatte – ein Rückgang von 35 Ja-Stimmen innerhalb eines Jahres und das schwächste Ergebnis seit rund zwei Jahrzehnten. Der Wandel folgte auf eine ungewöhnlich aggressive diplomatische Offensive der USA im Vorfeld der Abstimmung: Washington drohte Ländern mit Zöllen, Visabeschränkungen und anderen Strafmaßnahmen, sollten sie für die Verurteilung des Embargos stimmen. Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, erklärte, er sei zufrieden, dass Länder wie Südkorea und Deutschland ihre Position geändert hätten. Kubanische Vertreter warfen den USA Nötigung vor und verurteilten, was sie als wirtschaftliche Erpressung bezeichneten. Das Embargo, das erstmals 1962 verhängt wurde, ist seit langem Ziel von UN-Resolutionen. Die kubanische Regierung machte das Embargo für schwere wirtschaftliche Härten verantwortlich, während die USA es als legitimen Druck wegen Menschenrechtsbedenken verteidigten.

Ganze Meldung ansehen Original lesen

Mehr aus dieser Ausgabe