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Berlin · 20. September 2026 · tagesspiegel.de

Linke gewinnt erstmals Berlin-Wahl, SPD stürzt auf historisches Tief

Die Linke unter Elif Eralp ist bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am 20. September 2026 erstmals stärkste Kraft geworden, deutlich vor der CDU, die AfD landete auf Platz drei. Das BSW schaffte den Einzug ins Parlament nicht.

Berlin hat am Sonntag, dem 20. September 2026, ein neues Abgeordnetenhaus und neue Bezirksverordnetenversammlungen gewählt – mit einem Ergebnis, das die Stadtpolitik verändert. Nach dem vorläufigen Ergebnis wurde Die Linke erstmals stärkste Partei im Landesparlament, klar vor der CDU. Ihre Spitzenkandidatin Elif Eralp hat damit die Chance, als Regierende Bürgermeisterin Geschichte zu schreiben. In den frühen Morgenstunden, bei nahezu ausgezählten Bezirken, lag die Linke bei etwa 25,7 Prozent (ein Plus von rund 13,5 Punkten) und rund 38 der 130 Sitze. Die CDU, die mit Stefan Evers ins Rennen ging, nachdem der Regierende Bürgermeister Kai Wegner nicht erneut angetreten war, fiel auf etwa 18,8 Prozent zurück. Die AfD wurde mit etwa 16,3 Prozent drittstärkste Kraft, die Grünen kamen auf etwa 14,3 Prozent, und die SPD unter Spitzenkandidat Steffen Krach sackte auf etwa 12,1 Prozent ab – ein historisches Tief. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) erreichte etwa 4,7 Prozent und verfehlte damit die Fünf-Prozent-Hürde. Beide Parteien des bisherigen CDU-SPD-Senats verloren deutlich, ebenso die Grünen, während Linke und AfD stark zulegten. Die Koalitionsarithmetik deutet nun auf Gespräche zwischen Linker, Grünen und SPD hin, wenngleich rechnerisch auch ein CDU-geführtes Bündnis mit Grünen und SPD möglich wäre. Die Wahl fand am selben Tag wie die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern statt.

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