Kolumbien eröffnet Botschaft bei Israel in Jerusalem – scharfer Kurswechsel
Kolumbien hat seine Botschaft bei Israel in Jerusalem eingeweiht und ist damit das zehnte Land mit einer Vertretung in der umstrittenen Stadt – ein scharfer Kurswechsel unter Präsident de la Espriella, der die von Gustavo Petro abgebrochenen Beziehungen wiederherstellte.
Kolumbien hat am 14./15. Oktober 2026 seine Botschaft bei Israel in Jerusalem eröffnet und ist damit erst das zehnte Land mit einer diplomatischen Vertretung in der umstrittenen Stadt. Die Eröffnung markiert zugleich einen scharfen außenpolitischen Kurswechsel unter dem neuen Präsidenten Abelardo de la Espriella.
Kolumbiens Außenminister Omar Bula Escobar enthüllte das Botschaftsschild gemeinsam mit seinem israelischen Amtskollegen Gideon Sa'ar, der am Eingang eine Mesusa anbrachte. An der Zeremonie nahmen Diplomaten, Abgeordnete und religiöse Vertreter teil.
Mit dem Schritt wird die Politik des früheren Präsidenten Gustavo Petro aufgehoben, der die Beziehungen zu Israel 2024 wegen des Krieges im Gazastreifen abgebrochen hatte. De la Espriella, der im August sein Amt übernahm, hat zudem das von Petro gekündigte Freihandelsabkommen wieder in Kraft gesetzt.
Palästinensische Vertreter verurteilten die Eröffnung umgehend als „Belohnung für die Besatzung“ und als Rückschlag für den internationalen Konsens, wonach der endgültige Status von Ost-Jerusalem nur durch Verhandlungen geregelt werden dürfe.
Mit diesem Schritt reiht sich Bogotá in die Gruppe jener Staaten ein, die bereits eine Vertretung in Jerusalem eröffnet haben – darunter die Vereinigten Staaten, Guatemala, Honduras, Kosovo, Papua-Neuguinea und Fidschi. Der Zeitpunkt fällt zudem in eine Phase, in der Israel wegen anhaltender Angriffe im Gazastreifen zunehmend Kritik ausgesetzt ist – ein Jahr nach Beginn eines fragilen Waffenstillstands.
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