KI-Ausverkauf lässt Nasdaq um fast 5 Prozent einbrechen – Berichtssaison beginnt
Ein scharfer Ausverkauf bei Technologieaktien mit KI-Bezug, ausgelöst durch eine Kluft zwischen OpenAIs Umsatzzahlen und überzogenen Markterwartungen, drückte den Nasdaq um 4,48 Prozent nach unten – die schwächste Wochenbilanz seit Monaten –, während der Halbleiterindex seine längste Verlustserie seit 2008 verzeichnet.
Die globalen Aktienmärkte gerieten in erhebliche Turbulenzen, nachdem sich ein breiter Ausverkauf bei Aktien mit Bezug zu künstlicher Intelligenz in der Woche um den 19. Oktober 2026 beschleunigte. Der technologieschwere Nasdaq Composite verlor auf Wochensicht 4,48 Prozent, während der Nebenwerteindex Russell 2000 um 3,05 Prozent nachgab.
Ausgelöst wurde der Abverkauf durch Berichte über eine Lücke zwischen OpenAIs tatsächlicher jährlicher Umsatzrate von rund 50 Milliarden Dollar im September und einer weit verbreiteten Zahl von 68 Milliarden Dollar. Dies schürte Befürchtungen, dass die Erträge aus KI-Investitionen nicht mit dem enormen eingesetzten Kapital Schritt halten könnten.
Der Philadelphia Semiconductor Index rutschte in seine längste zusammenhängende Verlustserie seit 2008, was teilweise auf Finanzierungssorgen rund um CoreWeave zurückzuführen ist, das mit rund 50 Milliarden Dollar Schulden belastet ist. Anleger begannen, aus großen Wachstumswerten in Substanz- und defensive Sektoren umzuschichten.
Die Wall Street richtet den Blick nun auf die Quartalsberichte, die in der Woche um den 19. Oktober beginnen – unter anderem von Meta Platforms, Netflix, Procter & Gamble und GE Aerospace. Analysten weisen darauf hin, dass sich die Marktfrage verschoben habe: Es gehe nicht mehr darum, ob KI erfolgreich sein wird, sondern wer die Kosten dafür trägt und was den Aktionären bleibt, sobald Schulden und Investitionsausgaben begleichen sind.
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