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Wirtschaft · 19. Oktober 2026 · oilprice.com

Brent-Rohöl verharrt bei 105 Dollar – Angriffe auf Hormuz und Dieselknappheit halten an

Der Brent-Rohölpreis verharrte am 19. Oktober bei rund 105 US-Dollar pro Barrel, da anhaltende Angriffe auf die Schifffahrt in der Straße von Hormuz, Huthi-Angriffe auf Infrastruktur von Saudi Aramco und ein globaler Dieselmangel bis ins Jahr 2027 hinein die Energiemärkte unter erheblichem Druck hielten.

Die globalen Ölmärkte blieben am 19. Oktober 2026 unter anhaltender Spannung: Brent-Rohöl notierte bei rund 105 US-Dollar pro Barrel, WTI bei etwa 100 US-Dollar. Das Preisplateau spiegelt eine Kombination aus unterbrochenen Lieferrouten und eskalierenden geopolitischen Risiken wider.

Iranische Drohnenangriffe und Huthi-Raketenangriffe auf den Hauptsitz von Saudi Aramco in Dhahran bedrohten weiterhin die kritische Energieinfrastruktur am Golf, während die Straße von Hormuz – durch die normalerweise rund 20 % des weltweiten Öls fließen – wegen des anhaltenden Konflikts zwischen den USA und dem Iran weit unter ihrer Kapazität arbeitete.

Am stärksten unter Druck standen die Dieselmärkte: Die weltweite Dieselproduktion sank im Jahresvergleich um 1,7 Millionen Barrel pro Tag auf 27,2 Millionen Barrel pro Tag, und die Internationale Energieagentur (IEA) warnte, dass sich der globale Dieselmangel bis ins Jahr 2027 hinziehen werde, wobei sich die Lagerbestände voraussichtlich nicht vor dem dritten Quartal jenes Jahres erholen würden. Eine Notfreigabe von 20 Millionen Barrel Diesel durch die IEA brachte nur geringfügige Entlastung.

Zusätzlichen Druck erzeugten die wiederaufgenommenen ukrainischen Angriffe auf russische Raffinerien, angedrohte Arbeitskampfmaßnahmen in Italien an einer Raffinerie mit einer Kapazität von 84.000 Barrel pro Tag sowie Pipeline-Unterbrechungen in Syrien. Die US-Benzinpreise lagen im Schnitt bei 4,36 US-Dollar pro Gallone – der höchste je für diese Jahreszeit verzeichnete Wert.

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