Berlin-Marathon: Tigst Assefa verpasst Weltrekord dramatisch
Beim 52. Berlin-Marathon lag Tigst Assefa aus Äthiopien bis kurz vor Schluss auf Weltrekordkurs, dann bremsten sie Muskelprobleme aus. Sie siegte in 2:11:04 Stunden, einem neuen Streckenrekord, verpasste den Weltrekord von 2:09:56 aber deutlich. Bei den Männern gewann Guye Adola in 2:02:50 Stunden.
Die äthiopische Läuferin Tigst Assefa (29) ist beim 52. Berlin-Marathon am Sonntag, 27. September 2026, dem Weltrekord ganz nah gekommen, hat ihn am Ende aber dramatisch verpasst. Sie lag bis kurz vor dem Ziel auf Rekordkurs, kämpfte dann auf den letzten Kilometern mit Muskelproblemen und überquerte die Ziellinie nach 2:11:04 Stunden - deutlich langsamer als der Weltrekord von 2:09:56 Stunden, den die Kenianerin Ruth Chepngetich 2024 aufgestellt hatte. Ihre Zeit bedeutete dennoch einen neuen Streckenrekord für Berlin und verbesserte die 2:11:53 Stunden, die sie 2023 in Berlin gelaufen war.
Auch das Rennen der Männer gewann ein Äthiopier: Guye Adola, mit 35 Jahren der älteste Athlet im Elitefeld der Männer, lief eine persönliche Bestzeit von 2:02:50 Stunden. Schnellster Deutscher war Haftom Welday in 2:08:25 Stunden.
Die deutsche Favoritin Esther Pfeiffer, die von ihrem Mann Hendrik Pfeiffer als Tempomacher begleitet wurde und auf dem Weg zum deutschen Rekord war, musste kurz vor Kilometer 15 verletzt aufgeben. Der deutsche Rekord von Irina Mikitenko aus dem Jahr 2008 mit 2:19:19 Stunden hat damit weiterhin Bestand. Schnellste Deutsche war Anna Langerwisch (SCC/Marathon Team Berlin) mit einer persönlichen Bestzeit von 2:27:31 Stunden.
Die Bedingungen waren bei rund 13 Grad ideal. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner gab um 8.45 Uhr den Startschuss für das Elitefeld. Mehr als 56.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren gemeldet, 1.800 Polizistinnen und Polizisten waren im Einsatz, um Verkehr und Sicherheit zu gewährleisten. Großveranstaltungen stehen nach dem islamistischen Anschlag beim Christopher Street Day in Berlin derzeit besonders im Fokus.

