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Berlin · 24. Oktober 2026 · tagesspiegel.de

Nur 0,6 Prozent der Brandenburger Arbeitnehmer nehmen Bildungsurlaub – ein Pilzkurs zeigt die Lücke

Zahlen des Brandenburger Bildungsministeriums zeigen, dass 2025 nur knapp 0,6 Prozent der rund 938.300 Beschäftigten des Landes ihren gesetzlichen Anspruch auf bezahlten Bildungsurlaub nutzten – insgesamt etwa 5.800 Personen –, veranschaulicht durch einen zertifizierten Pilzbestimmungskurs in Templin, der offiziell als Bildungsurlaub anerkannt ist.

Wie ein Bericht am frühen 24. Oktober 2026 hervorhob, nutzten 2025 von den rund 938.300 Beschäftigten Brandenburgs nur etwa 5.800 Arbeitnehmer – rund 0,6 Prozent – den Bildungsurlaub, den gesetzlich garantierten Anspruch auf bis zu zehn Arbeitstage bezahlte Freistellung für Weiterbildung innerhalb von zwei Jahren.

Der Artikel porträtiert die Pilzkundlerin Dana Lafuente, die 2023 ihre Pilzschule gründete und in Templin, im Landkreis Uckermark, zertifizierte Bestimmungskurse anbietet, die offiziell als Bildungsurlaub anerkannt sind. Die Teilnehmenden kommen aus ganz Deutschland und suchen eine Auszeit von der Schreibtischarbeit; eine Teilnehmerin merkte an, dass der Bildungsurlaub nicht mit dem eigenen Beruf zusammenhängen müsse.

Die Gewerkschaft Verdi kritisierte Arbeitgeber, Ministerien und Berufsschulen dafür, den Anspruch nicht aktiv genug zu bewerben, und bezeichnete das Bewusstsein dafür als viel zu gering. Die Nutzung erholt sich seit der Pandemie, als 2022 nur rund 4.300 Brandenburger Beschäftigte Bildungsurlaub erhielten, doch das Bildungsministerium räumte ein, dass eine aktive Förderung durch einzelne Arbeitgeber weiterhin die Ausnahme statt die Regel sei.

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