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Klagewelle gegen GLP-1-Abnehmmedikamente trotz dünner Sicherheitsdaten
Eine aufsehenerregende NPR-Recherche vom 10. Oktober 2026 berichtet über mehr als 4.000 anhängige Klagen, wonach GLP-1-Medikamente wie Ozempic schwere Gastroparese, Darmschäden und dauerhaften Sehverlust verursachen sollen - bei gleichzeitig dünner Sicherheitsdatenlage.
NPR hat am 10. Oktober 2026 eine breit verbreitete Investigativrecherche seiner Gesundheitsredaktion veröffentlicht, laut der die Zahl der Klagen gegen GLP-1-Medikamente - darunter Semaglutid (Ozempic, Wegovy) und Tirzepatid - wegen schwerer gesundheitlicher Schäden schneller wächst, als Forscher die Risiken erfassen können. In zwei gebündelten Sammelklageverfahren (Multidistrict Litigations) in den USA sind inzwischen 4.025 anhängige Fälle wegen Magen-Darm-Schäden sowie 247 Fälle wegen Sehverlusts im Zusammenhang mit nicht-arteriitischer anteriorer ischämischer Optikusneuropathie (NAION) registriert. Die Kläger machen schwere Gastroparese, Darmverschluss, Ileus und plötzliche, dauerhafte Erblindung geltend.
Der Beitrag verweist auf eine Studie in „JAMA Ophthalmology“, die bei Diabetikern unter Semaglutid-Behandlung erhöhte NAION-Raten zeigt, merkt aber an, dass andere Folgestudien keinen eindeutigen Zusammenhang gefunden haben. Die US-Arzneimittelbehörden haben Warnhinweise zu Ileus und Gallenblasenproblemen ergänzt, bislang aber keine Maßnahmen zum Sehverlust ergriffen. Novo Nordisk erklärte gegenüber NPR, die Klagen wegen Sehverlusts seien unbegründet, und verwies auf Studien, die den Zusammenhang infrage stellen.
Unabhängige Experten, die in dem Artikel zitiert werden, fordern verpflichtende Sicherheitsregister nach Markteinführung sowie eine bessere Meldepraxis, da inzwischen weltweit zig Millionen Patienten GLP-1-Medikamente gegen Diabetes, Adipositas und zunehmend auch für Off-Label-Anwendungen einnehmen.
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