DR Kongo: Bundibugyo-Ebola-Ausbruch übersteigt 8.700 Fälle – Kenia meldet eingeschleppten Fall
Die Weltgesundheitsorganisation teilte mit, dass der Ebola-Ausbruch des Bundibugyo-Virus in der Demokratischen Republik Kongo auf 8.728 bestätigte Fälle und 4.205 Todesfälle angestiegen ist, nachdem nun auch ein laborbestätigter eingeschleppter Fall in Kenia festgestellt wurde.
Der Ebola-Ausbruch des Bundibugyo-Virus in der Demokratischen Republik Kongo hat sich laut WHO-Zahlen, die in der Berichterstattung vom 10. Oktober 2026 hervorgehoben wurden, zur zweitgrößten Ebola-Epidemie der Geschichte entwickelt. Stand 7. Oktober hatten die kongolesischen Behörden 8.728 bestätigte Fälle und 4.205 bestätigte Todesfälle registriert, was einer Fallsterblichkeitsrate von 48,2 % entspricht. Innerhalb eines einzigen Tages wurden 63 neue Fälle gemeldet, verteilt auf die Provinz Ituri (33) und Nord-Kivu (30); Ituri bleibt mit 6.480 Fällen und 2.989 Todesfällen in 28 betroffenen Gesundheitszonen das Epizentrum des Ausbruchs.
Am 5. Oktober wurde die WHO über einen laborbestätigten eingeschleppten Fall in Kenia informiert, bei dem es sich um einen aus der DR Kongo einreisenden Reisenden handelt – ein Umstand, der Befürchtungen über eine regionale Ausbreitung schürt; rund 200 Kontaktpersonen wurden daraufhin nachverfolgt.
Anders als beim bekannteren Zaire-Stamm gibt es für das Bundibugyo-Virus weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine Behandlung, sodass die unter Führung der WHO, von Ärzte ohne Grenzen und der kongolesischen Gesundheitsbehörden tätigen Einsatzkräfte auf Isolierung, Kontaktverfolgung und unterstützende Behandlung angewiesen sind. Hilfsorganisationen warnen, dass der andauernde bewaffnete Konflikt im Osten der DR Kongo die Überwachung und die Impfung von Gesundheitspersonal mit experimentellen Präparaten erschwert, während klinische Studien zu monoklonalen Antikörper-Kandidaten beschleunigt werden.
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