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Wirtschaft · 27. Oktober 2026 · thejakartapost.com

USA warnen EU: Geheimer Airbus-Kredit gefährdet Handels-Waffenstillstand

Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer hat die Europäische Union gewarnt, dass ein intransparenter Kredit der Europäischen Investitionsbank über 3,4 Milliarden Euro an Airbus den mühsam erzielten Handels-Waffenstillstand bei der Flugzeugfinanzierung ernsthaft gefährdet.

Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer warnte die Europäische Union am 27. Oktober 2026 öffentlich davor, dass ein von der Europäischen Investitionsbank (EIB) im Juni 2026 an Airbus vergebener Kredit über 3,4 Milliarden Euro den transatlantischen Handels-Waffenstillstand bei der Flugzeugfinanzierung gefährde, der ursprünglich 2021 geschlossen und im Juli 2026 verlängert worden war.

Greer erklärte, sein Büro habe trotz wiederholter Anfragen keine Einzelheiten zu den Konditionen des beispiellosen EIB-Kredits erhalten, was nach seinen Worten „erhebliche Unsicherheit in den transatlantischen Handel im Luft- und Raumfahrtsektor" bringe.

Der 2021 geschlossene Waffenstillstand beendete einen 17 Jahre andauernden Streit vor der Welthandelsorganisation über angebliche Subventionen sowohl für Boeing als auch für Airbus und verhinderte gegenseitige Zölle auf Handelsgüter im Wert von rund 11,5 Milliarden US-Dollar.

Boeing forderte offiziell Transparenz über den EIB-Kredit und äußerte Bedenken, dass dessen Konditionen angesichts früherer WTO-Urteile eine unzulässige Subvention darstellen könnten.

Die EIB und Airbus wiesen jede Unregelmäßigkeit zurück und bezeichneten die Finanzierung als gewöhnlichen, marktüblich verzinsten Geschäftskredit ohne besondere Unterstützung.

Der Streit erschwert die ohnehin heikle, umfassendere Handelsbeziehung zwischen den USA und der EU: Im Juli 2026 hatten sich beide Seiten auf ein Paket verständigt, das die meisten US-Zölle auf europäische Güter durch einen pauschalen Satz von 15 Prozent ersetzte, im Gegenzug für die Abschaffung der EU-Zölle auf US-Industrieexporte.

Analysten warnten, dass eine ungelöste Auseinandersetzung über die Flugzeugfinanzierung erneut Zolldrohungen im gesamten bilateralen Handelskorridor auslösen könnte.

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