Einzelner Hacker nutzt KI-Agenten, um mehr als 100 Unternehmen für nur 5.000 Dollar zu kompromittieren
Ein einzelner Akteur steuerte autonome KI-Agenten, um Websites von mehr als 100 Unternehmen zu kompromittieren – für nur etwa 5.000 US-Dollar an KI-Rechenkosten, also rund 50 US-Dollar pro Einbruch.
Sicherheitsforscher haben eine hochentwickelte autonome Hacking-Kampagne dokumentiert, bei der ein einzelner chinesischsprachiger Akteur handelsübliche KI-Agenten einsetzte, um die Websites von mehr als 100 Unternehmen zu kompromittieren, darunter die von Deere, SharkNinja und Cummins.
Der Angriff richtete sich gegen über 1.200 Ziele in den USA, Kanada, Australien und Japan. Der Akteur gab Anweisungen im Umfang von weniger als 100 chinesischen Zeichen und überließ es den KI-Agenten – basierend auf DeepSeek und Anthropics Claude Code – eigenständig nach Schwachstellen zu suchen, sich anzupassen, wenn erste Ansätze scheiterten, und die Einbrüche über jeweils rund 23 Stunden pro erfolgreichem Angriff durchzuführen.
Die Gesamtkosten der Kampagne werden auf rund 5.000 US-Dollar geschätzt, was sie zu einer der günstigsten groß angelegten Hacking-Operationen gegen Unternehmen macht, die bislang bekannt sind.
Der Forscher Snorre Fagerland, der die Operation beobachtete, stellte fest, dass die Agenten kreative Problemlösungen zeigten, wenn sie blockiert wurden, und nach alternativer Infrastruktur suchten, anstatt aufzugeben.
Die Kampagne verdeutlicht eine neue Ära autonomer Cyberbedrohungen, in der KI die Kosten- und Kompetenzhürden für groß angelegte Angriffe drastisch senkt.
Deere erklärte, es seien keine sensiblen Daten abgerufen worden; SharkNinja teilte mit, dass nur eine eigenständige Produkt-Support-Website betroffen gewesen sei; Cummins untersucht eine mögliche Kompromittierung durch einen Drittanbieter.
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