Irakischer Premierminister sichert Riad zu: Irak wird nicht für Angriffe auf Saudi-Arabien genutzt
Bei seinem ersten Besuch in Riad seit Amtsantritt versicherte der irakische Premierminister Ali al-Zaidi dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman, dass irakisches Territorium nicht für Angriffe auf das Königreich genutzt werde.
Der irakische Premierminister Ali al-Zaidi flog am 14./15. Oktober 2026 nach Riad – sein erster Besuch in Saudi-Arabien seit seinem Amtsantritt im Mai – und versicherte Kronprinz Mohammed bin Salman: „Die feste Haltung Iraks ist es, nicht zuzulassen, dass sein Territorium als Startrampe für Angriffe oder Handlungen genutzt wird, die die Sicherheit des Königreichs beeinträchtigen.“
Das Treffen fand Wochen statt, nachdem die saudische Ost-West-Ölpipeline von Drohnen getroffen worden war – ein Angriff, der laut Angaben aus al-Zaidis eigenem Büro aus der südöstlichen irakischen Provinz Maisan stammte. Bagdad entließ den Einsatzkommandeur von Maisan und leitete eine Untersuchung ein; keine Gruppe hat sich zu der Tat bekannt, doch der Irak beherbergt zahlreiche vom Iran unterstützte bewaffnete Milizen, die Beamte hinter vorgehaltener Hand verdächtigen.
Der Besuch, Teil einer umfassenderen saudisch-irakischen Annäherung mit engeren wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Beziehungen, fand vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs von 2026 statt, der inzwischen in seinen 230. Tag geht, mit Huthi-Raketen, die Riad und die Aramco-Zentrale erreichen, sowie Drohungen Trumps, weitere Schritte gegen Teheran zu unternehmen. Für al-Zaidi gehört es zu den heikelsten diplomatischen Balanceakten des Jahres, Bagdad aus einer direkten Konfrontation zwischen den USA und dem Iran herauszuhalten und gleichzeitig Riad zu beruhigen.
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