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Berlin · 28. Oktober 2026 · berliner-zeitung.de

Berliner Food-Legende Rogacki kämpft drei Wochen nach Wiedereröffnung mit Personalmangel

Das legendäre Feinkostgeschäft Rogacki, inzwischen ein auf sechs Monate angelegtes Pop-up in der Kreuzberger Markthalle Neun, musste seine Frischetheke wegen Personalmangels schließen – die zweite betriebliche Schließung innerhalb von drei Wochen.

Das Feinkostgeschäft Rogacki, eine Charlottenburger Institution, die für ihren Backfisch und ihren Kartoffelsalat bekannt ist, hatte seinen ursprünglichen Standort im Sommer 2025 geschlossen und ist mit neuen Betreibern als auf sechs Monate befristetes Pop-up in der Kreuzberger Markthalle Neun neu gestartet.

Drei Wochen nach dem Neustart läuft es jedoch holprig: Die Frischetheke musste am 26. Oktober wegen Personalmangels schließen, nachdem das gesamte Pop-up bereits rund zwei Wochen zuvor aus demselben Grund vorübergehend dichtgemacht hatte.

Geschäftsführer Jan Spielhagen räumte ein, dass sich die praktischen Schwierigkeiten als gravierender erwiesen hätten als erwartet, und führte dies unter anderem auf Berufswechsel infolge der Pandemie sowie auf die herbstliche Erkältungswelle zurück, die ein kleines Team hart treffe.

Der breitere Kontext ist eine Gastronomie- und Feinkostbranche, die seit Jahren mit chronischem Personalmangel zu kämpfen hat.

Spielhagen übernimmt derzeit selbst Instandhaltungsarbeiten, um den Betrieb aufrechtzuerhalten – etwa das Herausbringen des Mülls und das Auffüllen der Kühlschränke – und sucht aktiv nach Personal, das technisches Können mit hohen Serviceansprüchen verbindet.

Trotz der Rückschläge halten die Betreiber an ihrem Vorhaben fest, die Rogacki-Tradition an ihrem vorübergehenden neuen Standort wiederzubeleben; Spielhagen bestätigte, dass der Laden in der laufenden Woche an allen sechs Tagen, von Montag bis Samstag, geöffnet sein werde.

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