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Wirtschaft · 10. Oktober 2026 · aljazeera.com

Israels Wirtschaft boomt dank Tech-Investitionen, doch hohe Preise schrecken Wähler ab

Al Jazeera berichtete, dass Israels Wirtschaft dank Rekordinvestitionen ausländischer Tech-Unternehmen rasant wächst – während steigende Lebensmittelpreise und hohe Verteidigungsausgaben dazu führen, dass 38 Prozent der jüdischen Israelis die Wirtschaft als ihre größte Sorge nennen.

Am 10. Oktober 2026 analysierte Al Jazeera, wie Israels Wirtschaft trotz jahrelangem Krieg prosperiert, während die Preise für viele Wähler zum zentralen Thema geworden sind. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs 2025 um 2,9 Prozent, nach lediglich 1 Prozent im Jahr 2024, und legte in der ersten Hälfte des Jahres 2026 um 3,2 Prozent zu. Die Bank of Israel prognostiziert für das Gesamtjahr ein Wachstum von 4 Prozent und für 2027 sogar 5,5 Prozent – deutlich mehr als die Prognosen für die USA, Großbritannien, Frankreich, Kanada und Japan. Die Arbeitslosenquote lag bei 2,8 Prozent, die Inflation bei 1,5 Prozent, der Schekel erreichte im Mai seinen höchsten Stand seit drei Jahrzehnten, und der Aktienindex TA-125 legte um mehr als 110 Prozent zu. Die ausländischen Direktinvestitionen erreichten 2025 mit 26,2 Milliarden US-Dollar einen Rekordwert, ein Plus von 78 Prozent gegenüber 2024; allein im ersten Quartal 2026 flossen 14,1 Milliarden US-Dollar ins Land, angeführt vom Technologiesektor.

Die Kriegskosten seit Oktober 2023 belaufen sich jedoch auf rund 350 Milliarden Schekel (114,6 Milliarden US-Dollar), der geplante Verteidigungshaushalt liegt bei 183 Milliarden Schekel, die Schuldenquote im Verhältnis zum BIP stieg auf etwa 68 Prozent, und die Lebensmittelpreise kletterten zwischen 2024 und Mitte 2026 um 8 Prozent. Umfragen, die von den Ökonomen Keren Uziyel, Joseph Zeira, Ayal Kimhi und Omer Moav zitiert wurden, zeigten, dass 38 Prozent der jüdischen Israelis die Wirtschaft als ihre größte Sorge bei der Wahl nennen.

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