Foto · cnbc.com
Brent fällt auf 103 Dollar – Händler setzen auf ruhigere Iran-Woche
Die Ölsorte Brent gab am 9. und 10. Oktober um rund 1 Prozent auf etwa 103 US-Dollar pro Barrel nach, nachdem US-Präsident Donald Trump zugesichert hatte, Iran vor den Zwischenwahlen nicht anzugreifen – auch wenn Risiken durch die Huthi-Milizen und Tankerangriffe bestehen blieben.
Wie CNBC und Rio Times berichteten, fiel die Ölsorte Brent im Handel bis zum 10. Oktober 2026 um etwa 1 Prozent auf rund 103 US-Dollar pro Barrel, nachdem sie am Vortag bei 104,28 US-Dollar geschlossen hatte. Die Äußerung von US-Präsident Donald Trump, Washington werde Iran vor den Zwischenwahlen im November nicht angreifen, sowie seine Rede von „produktiven“ Gesprächen zur Beendigung des Krieges dämpften die Sorgen vor einem unmittelbaren Schock für die Schifffahrt am Golf.
Analysten wiesen jedoch darauf hin, dass Teheran seine Angriffe auf Tanker in der Straße von Hormus verstärkt habe, durch die normalerweise rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Gashandels läuft. Zudem bestritten die jemenitischen Huthi-Milizen, wichtige Gebiete verloren zu haben.
Die US-Energiebehörde EIA beließ ihre Brent-Prognose für das vierte Quartal bei 105 US-Dollar pro Barrel. Rio Times merkte an, dass Brent im vergangenen Monat um 2,97 Prozent gefallen, im Jahresvergleich aber noch um 66,48 Prozent gestiegen sei.
Energie-Experten bezeichneten Öl als „den schnellsten Weg von der Geopolitik zur Inflation“ und warnten, dass jede erneute Eskalation rund um Hormus den Ölpreis wieder stark in die Höhe treiben und die Haushaltsbudgets weltweit belasten könnte.
Mehr aus dieser Ausgabe

Trump verkündet Diesel-Deal mit Russland zur Eindämmung der Rekord-Spritpreise in den USA

Wall Street erholt sich: Trump schließt Iran-Angriff vor den Zwischenwahlen aus

Israels Wirtschaft boomt dank Tech-Investitionen, doch hohe Preise schrecken Wähler ab

Brüssel: Rund 30.000 demonstrieren gegen Sparpolitik vor Mehrwertsteuererhöhung

Brasiliens Inflation übertrifft Zielmarke: Verbraucherpreise steigen im September um 0,82 %

Avolon bestellt 250 Jets – Boeing und Airbus teilen sich Großauftrag

Airtel Money bewertet Börsengang in London mit rund fünf Milliarden Pfund – größter seit 2021

OpenAI stellt Investoren Umsatz von 70 Milliarden US-Dollar in Aussicht