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Politik · 18. Oktober 2026 · gcaptain.com

Zwei Tanker fangen nach Minentreffern in der Straße von Hormus Feuer – Ölpreis schießt auf über 109 Dollar

Irans Revolutionsgarden erklärten, zwei Öltanker mit rund 2 Millionen Barrel Rohöl seien nach Minentreffern in der nahezu geschlossenen Straße von Hormus in Brand geraten; der Brent-Preis stieg auf 109,86 Dollar, während der Schiffsverkehr um 97 Prozent eingebrochen war.

Am 17. und 18. Oktober 2026 erklärte die Marine der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) Irans, dass zwei Öltanker nach Treffern durch Seeminen in der Straße von Hormus in Brand geraten seien. Beide Schiffe sollen zusammen rund 2 Millionen Barrel Rohöl geladen haben.

Laut Angaben der Revolutionsgarden hatten die Tanker ihre Positions- und Radarsysteme abgeschaltet und versucht, unautorisierte Durchfahrtsrouten durch die strategisch wichtige Meerenge zu nutzen. Ein Schiff sei nach dem Treffer manövrierunfähig geworden; beide sollen in Flammen gestanden haben. Eine unabhängige Bestätigung lag nicht vor, und Irans Angaben konnten nicht überprüft werden.

Die Vorfälle ereigneten sich inmitten einer schweren, anhaltenden Krise in der Straße: Die Zahl der kommerziellen Schiffspassagen war um etwa 97 Prozent eingebrochen, von durchschnittlich rund 85 Durchfahrten pro Tag vor der Krise auf nur 2 Durchfahrten am 11. Oktober. Iran erklärte die Wasserstraße für geschlossen, während das US-Militär weiterhin betonte, dass die meisten Schiffe trotz anhaltender Angriffe sicher passierten. Rund 169 per AIS verfolgte Schiffe verharrten abseits der Anlegestellen in der Straße und im Golfgebiet und warteten auf eine sichere Durchfahrt.

Die Ölmärkte reagierten heftig: Der Brent-Preis sprang auf 109,86 Dollar pro Barrel, ein Anstieg von 3,72 Prozent gegenüber der vorherigen Handelssitzung, während West Texas Intermediate auf 101,41 Dollar stieg. Diplomatische Fortschritte blieben aus; Irans Bedingungen für eine Wiedereröffnung der Straße waren weiterhin nicht erfüllt, ein vereinbarter Zeitplan fehlte. Die mit der Konfrontation zwischen den USA und Iran sowie dem umfassenderen regionalen Konflikt verknüpfte Krise störte weiterhin die globalen Energieversorgungsketten und zog dringende Aufmerksamkeit von Regierungen und Finanzmärkten weltweit auf sich.

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