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Gesundheit · 23. Oktober 2026 · aljazeera.com

Frankreich meldet weltweit ersten menschlichen Fall des Shamonda-Virus

Frankreich hat die erste bekannte Infektion eines Menschen mit dem Shamonda-Virus bestätigt – einer durch Gnitzen übertragenen Tierkrankheit – bei einem stark immungeschwächten Patienten in Lyon, der daraufhin starb.

Die französischen Gesundheitsbehörden teilten am 22. Oktober 2026 mit, dass ein stark immungeschwächter Patient, der in einem Krankenhaus in Lyon wegen einer schweren Grunderkrankung behandelt wurde, sich mit dem Shamonda-Virus infiziert hatte – der erste dokumentierte Fall dieser Krankheit beim Menschen weltweit.

Der Patient starb Anfang Oktober. Shamonda gehört zur Gruppe der Orthobunyaviren, die vor allem durch Gnitzen der Gattung Culicoides übertragen werden; bislang war die Krankheit als für Menschen nicht übertragbar eingestuft worden.

Das Virus wurde erstmals Mitte der 1960er-Jahre in Nigeria nachgewiesen und Ende Juli 2026 erstmals bei europäischem Nutzvieh entdeckt – bei Rindern in Süddeutschland, der Schweiz und Ostfrankreich. Danach breitete es sich auf mehrere weitere europäische Länder sowie Jersey aus.

Die französischen Gesundheits- und Landwirtschaftsbehörden betonten, der Fall erscheine angesichts der extremen Immunschwäche des Patienten als außergewöhnlich und es bestehe kein erkennbares Risiko für die allgemeine Bevölkerung.

Die Weltgesundheitsorganisation und europäische Gesundheitsbehörden wurden informiert und begannen, die Lage zu beobachten. Al Jazeera, France 24, PBS NewsHour und UN News berichteten am 22. und 23. Oktober 2026 ausführlich über den Fall.

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