Berlin SPD-Chef kontert Kanzler Merz im Koalitionsstreit
Der Berliner SPD-Landeschef Steffen Krach weist die Forderung von Bundeskanzler Friedrich Merz zurück, die Sondierungsgespräche mit der Linken abzubrechen, und fordert ihn auf, erst seine eigene Regierung in den Griff zu bekommen.
In einem am 18. Oktober 2026 vielzitierten Interview wehrt sich der Berliner SPD-Landesvorsitzende Steffen Krach gegen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), nachdem dieser auf der Tagung der Jungen Union in Bonn gefordert hatte, die Berliner Sondierungsgespräche zwischen Linke, Grünen und SPD abzubrechen – Parteien der demokratischen Mitte sollten nicht mit „Linksradikalen“ verhandeln. Krach entgegnete, Merz „sollte erst einmal seine eigene Regierung in den Griff bekommen“, bevor er andere kritisiere. Der Chef der nordrhein-westfälischen Staatskanzlei, Nathanael Liminski, forderte „politische Säuberungen“ innerhalb der Linken; der baden-württembergische Grünen-Minister Cem Özdemir bezeichnete die Berliner Linke in Sachen Antisemitismus als „Sonderfall“. Linke-Co-Vorsitzende Ines Schwerdtner wies die Vorwürfe als „widerlich“ zurück.
Der Schlagabtausch fand statt, während die Berliner Partner ihr Papier „Mehr gemeinsam, mehr Berlin“ vorstellten. Der Austausch zeigt, wie aufmerksam die unionsgeführte Bundesregierung die erste rot-grün-rote Landesregierung in der Hauptstadt beobachtet.
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