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Wissen & Technik · 29. Oktober 2026 · universetoday.com

Vera-Rubin-Observatorium entdeckt ersten Zwergplaneten-Kandidaten jenseits von Pluto

Noch bevor seine zehnjährige Himmelsdurchmusterung offiziell begonnen hat, hat das Vera-Rubin-Observatorium jenseits von Neptun einen Zwergplaneten-Kandidaten namens 2026 ED138 entdeckt – mit einem geschätzten Durchmesser von bis zu 1.500 Kilometern könnte es sich um eines der größten je gefundenen Objekte dieser Art handeln.

Das NSF-DOE Vera C. Rubin Observatory hat seinen ersten Zwergplaneten-Kandidaten vorgestellt, ein transneptunisches Objekt mit der Bezeichnung 2026 ED138 – noch bevor seine zentrale, zehnjährige Durchmusterung „Legacy Survey of Space and Time“ offiziell begonnen hat.

Der Astrophysiker Matthew Holman vom Center for Astrophysics (Harvard & Smithsonian) entdeckte das Objekt am 13. Oktober 2026, als er frühe Rubin-Daten durch einen Suchalgorithmus laufen ließ. Holman arbeitet an den Algorithmen, die Rubins Suche nach vorübergehend sichtbaren Objekten am Nachthimmel steuern.

Das Objekt befindet sich in einer Entfernung von etwa 46 astronomischen Einheiten von der Sonne – etwas weiter außen als Plutos mittlere Entfernung von 40 AE – und hat eine Bahnneigung von rund 25 Grad. Anhand seiner Helligkeit und der geschätzten Oberflächenreflexion berechnen Wissenschaftler einen Durchmesser zwischen 600 und 1.500 Kilometern, was es im Falle einer Bestätigung zu einem der größten bekannten Zwergplaneten jenseits von Neptun machen würde.

Das Observatorium beobachtete das Objekt zwischen März und Juli 2026 insgesamt 30 Mal in 20 verschiedenen Nächten, und Archivaufnahmen der Dark Energy Camera lassen seine Bahn bis ins Jahr 2016 zurückverfolgen. Die endgültige Bestätigung seines Status als Zwergplanet erfordert weitere Beobachtungen.

Die Entdeckung zeigt die Leistungsfähigkeit des Observatoriums, lichtschwache, weit entfernte Objekte durch wiederholte Aufnahmen und fortschrittliche Algorithmen zu erkennen, und lässt auf die Tausenden Objekte schließen, die es während seines vollen, zehnjährigen Betriebs voraussichtlich noch entdecken wird.

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