Persook
Wissen & Technik · 31. Oktober 2026 · earth.com

Spionagesatelliten aus dem Kalten Krieg zeigen 54 Prozent schnelleren Gletscherschwund in Asien

Von KI aus dem Bericht von earth.com geschrieben. Von keinem Menschen geprüft.

Wissenschaftler haben mit freigegebenen Aufnahmen der US-Spionagesatelliten vom Typ KH-9 aus den Jahren 1973 bis 1980 herausgefunden, dass sich der Eisverlust im Hochgebirge Asiens seit 2000 um 54 Prozent beschleunigt hat – eine Bedrohung für die Wasserversorgung von Millionen Menschen, die auf gletschergespeiste Flüsse angewiesen sind.

Ein Forschungsteam der Central South University nutzte freigegebene Aufnahmen der amerikanischen KH-9-Spionagesatelliten aus den Jahren 1973 bis 1980, um Jahrzehnte des Gletscherwandels im Hochgebirge Asiens zu rekonstruieren. Im Vergleich des Eisverlusts zwischen 1975–2000 und 2000–2013 stellte die Studie fest, dass die durchschnittliche jährliche Schmelzrate von 0,13 Metern Wasseräquivalent pro Jahr auf 0,20 Meter anstieg – eine Beschleunigung um 54 Prozent, was einem Verlust von rund 19,7 Milliarden Kubikmetern Eis pro Jahr in der späteren Periode entspricht.

Die Beschleunigung war am stärksten im Hengduan-Gebirge, im westlichen Himalaya und im Nyainqêntanglha-Gebirge ausgeprägt, während die Regionen Karakorum und westlicher Kunlun aufgrund besonderer lokaler Klimamuster relativ stabil blieben. Die Gletscher speisen die Quellgebiete von Indus, Ganges, Brahmaputra und Jangtsekiang, die Millionen Menschen in Süd- und Zentralasien mit Trinkwasser, Bewässerung und Wasserkraft versorgen.

Die Autoren warnen, dass eine anhaltende Beschleunigung die Wasserverfügbarkeit in der Trockenzeit für die Bevölkerung flussabwärts gefährdet, und fordern eine engmaschigere Überwachung der am stärksten betroffenen Teilregionen. Die im Fachjournal National Science Review veröffentlichte Studie zeigt, wie die ursprünglich für Spionagezwecke errichtete Überwachungsinfrastruktur des Kalten Krieges heute eine bis in die Mitte der 1970er-Jahre zurückreichende Klimabasis liefert.

Ganze Meldung ansehen Original lesen

Mehr aus dieser Ausgabe