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Gesundheit · 10. Oktober 2026 · dvm360.com

Vogelgrippe H5N1 erstmals bei Milchvieh in Washington nachgewiesen

In zwei Milchviehherden im Yakima County im US-Bundesstaat Washington wurde erstmals das hochpathogene Vogelgrippevirus H5N1 nachgewiesen.

US-Landwirtschaftsbehörden haben am 10. Oktober 2026 bestätigt, dass in Milchviehbeständen im US-Bundesstaat Washington erstmals das hochpathogene Vogelgrippevirus H5N1 nachgewiesen wurde. Zwei Herden im Yakima County stehen nun unter Quarantäne.

Mit diesem Nachweis erreicht der seit März 2024 laufende Ausbruch bei US-Milchvieh einen weiteren Bundesstaat im Westen des Landes. Die Gesamtzahl der betroffenen Herden in den USA steigt damit auf 1.178.

Zwischen 2024 und Mai 2026 wurden in den USA 71 menschliche H5N1-Fälle registriert, überwiegend bei Landarbeitern, die Kontakt mit infizierten Kühen oder Geflügel hatten. Die US-Gesundheitsbehörde CDC stuft das Risiko für die Allgemeinbevölkerung weiterhin als gering ein.

Weltweit wächst die Besorgnis jedoch: Eine 2020 in Europa aufgetretene, besonders tödliche H5N1-Linie hat mittlerweile Australien und Ozeanien erreicht. Sie hat Hunderte Vogel- und Säugetierarten infiziert und bereits den Tod stark gefährdeter australischer Seelöwen verursacht. Die Weltgesundheitsorganisation WHO meldete in diesem Jahr zudem einen tödlichen menschlichen H5N1-Fall im Rahmen eines Clusters untersuchter zoonotischer Grippevarianten.

Die Behörden in Washington verstärken nun die Überwachung von Beschäftigten in der Milch- und Geflügelwirtschaft, bieten saisonale Grippeimpfungen an und weisen Verbraucher darauf hin, dass pasteurisierte Milch weiterhin unbedenklich ist.

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