Indien begrenzt Gewinnmargen auf 137 Krebsmedikamente – Preise sinken um bis zu 70 %
Indien hat für 137 Krebsmedikamente ab dem 9. November eine Obergrenze von 30 % für Handelsspannen eingeführt. Die Maßnahme soll einige Arzneimittelpreise um bis zu 70 % senken und Patienten jährlich schätzungsweise 263 Millionen US-Dollar sparen.
Indien kündigte am 18. Oktober 2026 an, die Preiskontrollen für Krebsmedikamente auszuweiten, und führte eine Obergrenze von 30 % für die Handelsspannen – die von Großhändlern und Einzelhändlern aufgeschlagenen Margen – bei 137 Arzneimitteln ein.
Die Maßnahme, die am 9. November in Kraft tritt, betrifft Immuntherapeutika und zielgerichtete Therapien, die gegen mehr als 20 Krebsarten eingesetzt werden, darunter Brust-, Prostata-, Darm-, Eierstock- und Gebärmutterhalskrebs. Patienten könnten bei einigen Medikamenten mit Preissenkungen von bis zu 70 % rechnen.
Die Regierung schätzt die jährlichen Einsparungen für Patienten auf bis zu 25 Milliarden Rupien (rund 263 Millionen US-Dollar).
Die Entscheidung der indischen Preisaufsichtsbehörde für Arzneimittel, der National Pharmaceutical Pricing Authority (NPPA), baut auf einer Regelung von 2019 auf, die bereits 42 Krebsmedikamente mit einer Obergrenze belegte und deren Preise um bis zu 90 % senkte.
Indien zählt zu den Ländern mit der weltweit größten Krebslast und extrem hohen Eigenanteilen bei Gesundheitsausgaben, sodass Medikamentenkosten für Patienten und Familien existenzbedrohend sein können.
Die Regierung stellte den Schritt als Teil einer umfassenden Initiative dar, lebensrettende Behandlungen für alle Einkommensgruppen zugänglich zu machen. Patientenverbände begrüßten den Schritt, forderten jedoch, denselben Rahmen auch auf noch nicht erfasste Biologika und Immuntherapeutika auszuweiten.
Die Ankündigung fand breite Beachtung in indischen und internationalen Medien aus den Bereichen Gesundheit und Wirtschaft.
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