Berliner Medizinstudierende protestieren an der Charité gegen Sparkurs von 109 Millionen Euro und unbezahltes Praktisches Jahr
Medizinstudierende haben am Mittwoch vor der Berliner Charité protestiert und von der Politik gefordert, die massiven Kürzungen zurückzunehmen und das Praktische Jahr zu vergüten.
Unter dem Motto „Praktisches Jahr? Praktisch unbezahlbar!“ versammelten sich Medizinstudierende am Mittwoch vor dem Berliner Universitätsklinikum Charité, um gegen Kürzungen bei der Hochschulfinanzierung und die fehlende Vergütung für Studierende im Praktischen Jahr (PJ) zu protestieren. Die Kundgebung begann um 11 Uhr vor dem Bettenhochhaus in Mitte und war Teil einer bundesweiten Aktionswoche, die von der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) organisiert wurde.
Im Mittelpunkt des Protests stehen Einsparungen des Berliner Senats. Nach Angaben der Organisatoren soll die Charité zwischen 2026 und 2028 rund 109 Millionen Euro weniger erhalten als ursprünglich vertraglich vereinbart. Die Kürzungen wirken sich bereits konkret auf die Kapazitäten aus: Die Zahl der jährlichen Studienplätze für Humanmedizin wurde von 600 auf 540 reduziert.
Die Studierenden machen außerdem auf die fehlende Vergütung für das Praktische Jahr an der Charité aufmerksam – eine Situation, die sie als finanziell nicht tragbar bezeichnen. Die Demonstrierenden fordern die Politik auf, diese Entscheidungen zu überdenken und sowohl die Finanzierungskürzungen als auch das unbezahlte Praktische Jahr zurückzunehmen.
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