Schüsse in Berlin-Schöneberg: Polizei prüft Clan-Hintergrund
Bei einem Schusswaffenangriff am helllichten Tag in Schöneberg wurden zwei Menschen angeschossen und verletzt, die Täter flüchteten mit dem Auto; die Ermittler prüfen einen möglichen Bezug zur organisierten Kriminalität.
Zwei Menschen sind am 10. Oktober 2026 in Berlin-Schöneberg durch Schüsse schwer verletzt worden, wie der Tagesspiegel berichtete. Nach Polizeiangaben eröffneten die Täter auf offener Straße das Feuer, bevor sie mit zwei Fahrzeugen flüchteten. Beide Opfer wurden in ein Krankenhaus gebracht, die Ermittler riegelten ein weiträumiges Gebiet um den Tatort ab.
Das Landeskriminalamt übernahm die Ermittlungen. Dabei wird auch geprüft, ob die Tat im Zusammenhang mit einem Streit zwischen kriminellen Clan-Familien steht – ein sogenannter „Clan“-Hintergrund, der bereits bei mehreren ähnlichen Vorfällen in der Hauptstadt untersucht wurde.
Es wurde eine Fahndung mit Straßensperren in der Innenstadt eingeleitet, doch bis zum Abend blieben die Verdächtigen auf der Flucht. Zeugen berichteten von mehreren Schüssen und beschrieben, wie Fahrzeuge mit hoher Geschwindigkeit davonrasten. Die Staatsanwaltschaft erklärte, dass ein versuchtes Tötungsdelikt als Anklagepunkt geprüft werde.
Der Vorfall entfachte in der Berliner Politik erneut die Debatte darüber, wie gegen organisierte kriminelle Netzwerke vorgegangen werden soll, denen in den vergangenen Jahren mehrere dreiste Angriffe im öffentlichen Raum zugeschrieben wurden.
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