Antisemitische Angreifer attackieren Kreuzberger Ladenbesitzer
Ein Kreuzberger Ladenbesitzer, der sich öffentlich gegen Antisemitismus ausgesprochen hatte, wurde laut Berliner Polizei in mehreren Vorfällen von Jugendlichen angegriffen.
Die Berliner Polizei hat mehrere antisemitische Angriffe in Friedrichshain-Kreuzberg gemeldet, die sich am 10. Oktober 2026 ereigneten. Im Mittelpunkt steht ein Ladenbesitzer in der Reichenberger Straße, der sich öffentlich gegen Judenfeindlichkeit positioniert hatte.
Laut Tagesspiegel beschimpften und attackierten Gruppen von Jugendlichen den Geschäftsmann mehrfach körperlich – offenbar als Reaktion auf seinen offenen Widerstand gegen Antisemitismus im Kiez. Der jüngste Angriff veranlasste den Staatsschutz des Landeskriminalamts Berlin, die Ermittlungen zu übernehmen.
Lokalpolitiker und Vertreter der jüdischen Gemeinde zeigten sich schockiert und solidarisierten sich mit dem Händler. Sie forderten den Senat auf, den Schutz von Geschäften und Anwohnern, die gezielten Anfeindungen ausgesetzt sind, zu verstärken.
Der Fall befeuert die breitere politische Debatte in Berlin, wo der Umgang mit Antisemitismus zu einem Streitpunkt in den Koalitionsverhandlungen geworden ist. Wiederholte Vorfälle in Kreuzberg und Neukölln haben zudem die Sorge über eine wachsende Feindlichkeit gegenüber jüdischen und pro-israelischen Stimmen in Teilen der Stadt verstärkt.
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