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Wissen & Technik · 25. Oktober 2026 · scientificamerican.com

Gehirn-inspirierter Supraleiter-Chip hält mit Fusionsplasma bei einer Million Messungen pro Sekunde Schritt

Das Brookhaven National Laboratory und das Start-up Great Sky haben einen neuromorphen Supraleiter-Chip vorgestellt, der Plasmadaten aus Fusionsreaktoren mit einer Million Messungen pro Sekunde verarbeitet und so helfen könnte, die katastrophalen Plasmakollapse zu verhindern, die Fusionsanlagen der nächsten Generation gefährden.

Die am 22. Oktober 2026 in Scientific American veröffentlichte Studie beschreibt eine Zusammenarbeit zwischen dem Brookhaven National Laboratory, dem KI-Hardware-Start-up Great Sky, dem Princeton Plasma Physics Laboratory und der DIII-D National Fusion Facility in Kalifornien. Das Team entwickelte einen supraleitenden neuromorphen Chip – eine Schaltung, die mithilfe analoger supraleitender Schleifen statt herkömmlicher Silizium-Transistoren die parallele Verarbeitungsarchitektur des Gehirns nachbildet – und testete ihn mit aufgezeichneten Plasmadaten des DIII-D-Tokamaks, die mit einer Million Messungen pro Sekunde abgespielt wurden. Der Chip klassifizierte Plasmaanomalien erfolgreich und sagte bevorstehende Disruptionen voraus – plötzliche Kollapse des überhitzten Plasmas, die enorme Energie freisetzen und die Innenwand eines Reaktors physisch beschädigen können – und zwar in Echtzeit, ohne dabei ins Stocken zu geraten. Die Forscher betonen, dass sich die Arbeit noch im Demonstrationsstadium befindet und der Chip noch nicht an einen laufenden Reaktor angeschlossen wurde; ein Nachfolgechip mit einem zehnmal größeren neuronalen Netz soll jedoch Anfang 2027 bei Brookhaven getestet werden, bevor er möglicherweise bei DIII-D installiert wird. Bei erfolgreicher Skalierung könnte die Technologie zu einer entscheidenden Sicherheitsebene für künftige kommerzielle Fusionskraftwerke werden.

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