Persook
Berlin · 1. Oktober 2026 · tagesspiegel.de

Linke, Grüne und SPD beginnen Sondierungsgespräche unter dem Eindruck der Antisemitismus-Debatte

Linke, Grüne und SPD haben in Berlin erste Sondierungsgespräche geführt, die von einer internen Debatte über Antisemitismus in Teilen der Linken überschattet wurden.

Die Berliner Linke, die Grünen und die SPD haben am 1. Oktober 2026 erste Sondierungsgespräche geführt, um eine mögliche Koalition im linken Lager in der Hauptstadt auszuloten, wie der Tagesspiegel in einem Liveblog berichtete.

Überschattet werden die Gespräche von einer scharfen Debatte über Antisemitismus in Teilen der Linken und der propalästinensischen Szene, insbesondere nach dem jüngsten Wahlkampf. Jüdische Mitglieder von SPD und Grünen hatten deutlich gemacht, dass ein Koalitionsvertrag eindeutige Bekenntnisse gegen Antisemitismus, eine starke Unterstützung jüdischer Einrichtungen in Berlin sowie eine klare Distanzierung von BDS-ähnlichen Boykottaufrufen enthalten müsse.

Unterhändler der Linken verteidigten ihre bisherige Haltung, verwiesen auf interne Beschlüsse und stellten für die Zukunft einen strikteren Kurs in Aussicht.

Alle drei Parteien betonten, dass eine Einigung noch keineswegs gesichert sei und bei Themen wie Wohnungspolitik, Sicherheit und Verkehr weiterhin erhebliche inhaltliche Differenzen bestünden.

Da die CDU, die bei der jüngsten Wahl stärkste Kraft wurde, zugleich mit der SPD über Optionen sondiert, bleibt die politische Zukunft Berlins offen.

Ganze Meldung lesen Original lesen

Mehr aus dieser Ausgabe