90.000 Mieterhöhungsschreiben in Berlin verschickt – Mieterverein fordert Stopp
Der Berliner Mieterverein meldet rund 90.000 Mieterhöhungsschreiben in der Stadt und fordert einen sofortigen Stopp.
Der Berliner Mieterverein erklärte am 1. Oktober 2026, dass Vermieter in den vergangenen Monaten rund 90.000 Mieterhöhungsschreiben an Berliner Haushalte verschickt hätten, und forderte einen sofortigen Stopp. Der Vorsitzende des Vereins machte für den starken Anstieg vor allem Mieten verantwortlich, die sich dem ortsüblichen Vergleichsmietenniveau laut Mietspiegel annähern, sowie indexierte Mietverträge, die die Inflation automatisch an die Mieter weitergeben. Viele betroffene Haushalte sehen sich Berichten zufolge mit monatlichen Erhöhungen zwischen 50 und 200 Euro konfrontiert, wobei einkommensschwache Mieter, Rentner und Alleinerziehende am stärksten betroffen sind.
Der Mieterverein rief den Berliner Senat und die Bundesregierung dazu auf, die Mietpreisbremse zu verlängern und zu verschärfen, indexierte Mieten zu deckeln und mehr Rechtsberatungsstellen für überforderte Mieter einzurichten. Die wohnungspolitischen Sprecher von Linken und Grünen unterstützten die Forderung, während die regierenden Parteien CDU und SPD auf geplante Reformen auf Bundesebene verwiesen.
Der Bericht rückt die Wohnkosten erneut in den Mittelpunkt der politischen Debatte in Berlin – nach monatelangen Diskussionen über die Enteignung großer Wohnungskonzerne und den Bau von neuem sozialem Wohnraum.
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