BVG: Verdi-Streiktage kosten den Verkehrsbetrieb 28,5 Millionen Euro
Berlins Nahverkehrsbetrieb BVG beziffert die Kosten der diesjährigen Verdi-Streiks auf 28,5 Millionen Euro – der Senat plant dennoch Kürzungen bei der Bezuschussung.
Berlins Verkehrsbetrieb BVG beziffert die Kosten der diesjährigen Warnstreiks von Verdi auf 28,5 Millionen Euro, wie der Berliner Kurier am 14./15. Oktober 2026 berichtete. Nach Angaben des Unternehmens umfasst die Summe sowohl entgangene Fahrgeldeinnahmen als auch Kosten für Bereitschaftspersonal und zusätzliche Verkehrsplanung an den Tagen, an denen U-Bahn-, Bus- und Tramverkehr teilweise oder ganz ausfielen.
Die Zahl trifft die BVG zu einem unguten Zeitpunkt, da sie zeitlich mit Kürzungen zusammenfällt, die der Berliner Senat bei den Zuschüssen für das Unternehmen durchsetzen will. Finanzpolitiker von CDU und SPD argumentieren, die Streikverluste zeigten, dass das Unternehmen effizienter werden müsse; die Gewerkschaften halten dagegen, die Streiks seien eine Reaktion auf Personalmangel und Überlastung gewesen.
Der Streit prägt die Erwartungen an die kommende Tarifrunde – weitere Arbeitsniederlegungen sind möglich, sollten die Verhandlungen erneut scheitern.
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