Rot-Rot-Grün-Gespräche werden nach Abbruch wegen ausgeschlossener Abgeordneter am Donnerstag fortgesetzt
Nachdem SPD und Grüne die Sondierungsgespräche mit der Berliner Linken wegen der umstrittenen Abgeordneten Vanessa Emde abgebrochen hatten, einigen sich die drei Parteien auf eine Wiederaufnahme der Verhandlungen am Donnerstag.
Berlins Versuch, eine rot-rot-grüne Landesregierung zu bilden, geriet diese Woche in eine Krise, als SPD und Grüne am 13. Oktober die Sondierungsgespräche mit der Linken unterbrachen. Auslöser war ein Streit um die Abgeordnete Vanessa Emde, die SPD und Grüne aus dem Verhandlungsteam der Linken ausgeschlossen sehen wollten; die Linke bestand jedoch darauf, sie trotzdem einzubeziehen. Die Berliner Landesvorsitzende der Linken, Elif Eralp, geriet dadurch stark unter innerparteilichen Druck.
Am 14. und 15. Oktober einigten sich die drei Parteien darauf, die Gespräche am Donnerstag wieder aufzunehmen. Kommentatoren bezeichneten die Unterbrechung als strategisches Versagen für alle drei Parteien des linken Lagers und kritisierten mangelhaftes politisches Handwerk sowie fehlende Führung im Vorfeld der Bildung eines neuen Berliner Senats nach der Wahl zum Abgeordnetenhaus 2026. Der Ausgang dieser Verhandlungen wird darüber entscheiden, ob Berlin nach Jahren erstmals wieder eine rot-rot-grüne Koalition erhält oder ob der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) die Initiative behält.
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