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Berlin · 2. November 2026 · taz.de

Über 200 Wissenschaftler weltweit unterzeichnen offenen Brief zur Verteidigung der Berliner Trans-Community nach Polizeirazzia

Von KI aus dem Bericht von taz.de geschrieben. Von keinem Menschen geprüft.

Mehr als 200 internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, darunter Judith Butler, haben einen offenen Brief veröffentlicht, der ein Ende der Kriminalisierung von trans Personen und eine bessere Gesundheitsversorgung fordert – nachdem die Polizei im vergangenen Monat ein Berliner Trans-Beratungszentrum in Kreuzberg durchsucht hatte.

Am 18. Oktober durchsuchten 38 Berliner Polizeibeamte „The Dolls“, ein Treffen für marginalisierte Trans-Frauen im Gesundheitszentrum Casa Kuà in Kreuzberg. Anlass des Einsatzes war der Verdacht auf illegalen Handel mit verschreibungspflichtigen Medikamenten; die Behörden erklärten der taz, es seien vermeintliche Dopingmittel beschlagnahmt worden – obwohl Hormone wie Östrogen und Progesteron, die trans Frauen benötigen, die gegenteilige Wirkung von leistungssteigernden Substanzen haben.

Die Razzia löste eine internationale Reaktion in der Wissenschaft aus. Mehr als 200 Forschende – darunter die Philosophin Judith Butler, die Historikerin Susan Stryker und die Philosophin Eva von Redecker – unterzeichneten einen offenen Brief, in dem sie den Polizeieinsatz verurteilten und ein Ende der Kriminalisierung von Trans-Communitys forderten. Ein zweiter Brief, unterschrieben von mehr als 120 deutschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, kritisierte den Polizeieinsatz in dem, was der Brief als selbstorganisierten Schutzraum bezeichnete, und forderte eine „bedarfsgerechte, niedrigschwellige und diskriminierungssensible Gesundheitsversorgung“ für alle trans, nichtbinären und queeren Menschen.

Beide Briefe verwiesen zudem auf grundlegendere strukturelle Missstände: trans Personen warten oft jahrelang auf Therapieplätze oder spezialisierte Ärzte, und ein Urteil des Bundessozialgerichts vom Oktober 2023 ließ offen, welche geschlechtsangleichenden Behandlungen die Krankenkassen übernehmen müssen – eine Lücke, die drei Jahre später weiterhin ungeklärt ist. Ab Januar 2027 sollen höhere Zuzahlungen und strengere Wirtschaftlichkeitsprüfungen für Ärzte den Zugang weiter erschweren. Ein anonymer Arzt sagte der taz, die Angst vor Konsequenzen habe Begutachtungen bereits restriktiver gemacht, und der taz sind mehrere Fälle von trans Patientinnen und Patienten bekannt, die kürzlich von Ärzten abgewiesen wurden, die sie zuvor ohne Probleme behandelt hatten.

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