Netflix streicht rund 1.000 Stellen – größte Entlassungswelle der Firmengeschichte
Netflix streicht rund 1.000 Stellen – etwa 6 Prozent der Belegschaft – und trifft damit vor allem Produkt-, Technik-, Rechts- und Personalabteilungen; es ist die größte Entlassungswelle in der Firmengeschichte inmitten wachsender Konkurrenz im Streaming-Geschäft.
Der Streaming-Riese Netflix streicht rund 1.000 Arbeitsplätze – etwa 6 Prozent der weltweiten Belegschaft – und nimmt damit die größte Entlassungswelle seiner Geschichte vor. Die Nachricht wurde am 14. Oktober bekannt und bestimmte auch am 17. Oktober noch die Wirtschaftsschlagzeilen. Der Großteil der Kürzungen betrifft die Bereiche Produkt, Technologie, Recht und Personalwesen. Ende 2025 beschäftigte Netflix rund 16.000 Vollzeitmitarbeiter.
Das Unternehmen erklärte, es werde „weiterhin aggressiv in Bereiche mit hoher Wirkung investieren“ und liege weiterhin auf Kurs, seine Finanzprognose für das Gesamtjahr zu erfüllen. Die Unternehmensführung stellte den Schritt als interne Umstrukturierung dar und nicht als Reaktion auf eine schwache Geschäftsentwicklung: Netflix meldete für 2025 einen Umsatz von 45,2 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr, sowie einen Nettogewinn von 11 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg um 26 Prozent.
Analysten bringen die Umstrukturierung mit dem zunehmenden Wettbewerb um die Aufmerksamkeit der Nutzer durch Kurzvideos und generative KI-Unterhaltung in Verbindung, ebenso mit einer breiteren Welle von Kostensenkungen in der Tech-Branche. Diese traf zuletzt auch HubSpot (660 Stellen, 7 Prozent der Belegschaft), Workday (525 Stellen), Kroger (3.000 Stellen in der Verwaltung über drei Jahre) und Pfizer (150 Stellen in Michigan). Die Entlassungsrunde bei Netflix fiel zudem mit dem Abgang des obersten Content-Chefs des Unternehmens zusammen.
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